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#Wirtschaft  Lidl steht erneut wegen fehlender Kirchenkreuze in Kritik

Der Discounter Lidl muss sich schon wieder wegen wegretuschierter Kirchenkreuze rechtfertigen.
Der Discounter Lidl muss sich schon wieder wegen wegretuschierter Kirchenkreuze rechtfertigen.
Foto: Hartmut Müller-Stauffenberg / imago/Müller-Stauffenberg
Lidl hat neuen Ärger wegen retuschierter Kirchenkreuze. Diesmal sind Werbefotos Stein des Anstoßes. Der Discounter entschuldigte sich.

Rom. Die Supermarktkette Lidl steht erneut wegen fehlender Kirchenkreuze auf Werbefotos in der Kritik – dieses Mal in Italien. In einer Filiale in Camporosso in Ligurien hing ein Foto mit der Kirche des Ortes Dolceacqua. An dieser fehlten jedoch die Kreuze, wie der Bürgermeister der Gemeinde monierte.

Lidl teilte am Mittwoch mit, das Unternehmen habe die Bilder von einer Foto-Datenbank bekommen. „Wir haben nicht bemerkt, dass auf dem erworbenen Foto die Kreuze fehlten. Es handelt sich somit keinesfalls um eine Marketingstrategie, sondern lediglich um eine Unachtsamkeit, für die wir uns sowohl bei unseren Kunden, als auch den Anwohnern von Dolceacqua entschuldigen“, hieß es in der Mitteilung. Das Bild sei entfernt worden und man habe sich beim Bürgermeister entschuldigt.

Lidl-Verpackungen sorgten schon mal für Ärger

Lidl stand wegen eines ähnlichen Vorfalls schon einmal in den Schlagzeilen. So fehlten auf Verpackungen mit Bildern der griechischen Insel Santorini die Kreuze an den Kirchen, in mehreren europäischen Ländern hagelte es Proteste. Damals teilte Lidl mit, es sei Teil der eigenen Handelspolitik, die religiöse und politische Neutralität einzuhalten. (dpa)

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