Klima-Studie

#Panorama  #Wetter  In der Zukunft bis zu 152.000 Wetter-Tote pro Jahr in Europa

Hitze in Mailand: In Italien stieg das Thermometer Mitte der Woche auf mehr als 40 Grad.
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Foto: Luca Bruno / dpa
Extremes Wetter wird in der Zukunft in Europa zunehmen. Bis zum Ende dieses Jahrhunderts rechnen Forscher mit immer mehr Todesopfern.

London.  Wegen extremer Wetterbedingungen könnten einer Studie zufolge gegen Ende des Jahrhunderts in Europa jährlich 152.000 Menschen ums Leben kommen. Das wäre ein Anstieg um das 50-Fache.

Allein durch Hitzewellen könnten 150.000 Menschen sterben, wenn nichts unternommen werde, um die Folgen des Klimawandels zu drosseln. Der am Freitag vom Magazin „The Lancet Planetary Health“ veröffentlichten Studie zufolge stellt der Klimawandel eine rasch wachsende Belastung für die Gesellschaften dar.

Zwei von drei Europäern von Wetterextremen betroffen

Zwei von drei Menschen in Europa wären davon betroffen, sollten die Emission von Treibhausgas nicht verringert und die Politik nicht klimafreundlicher werden. „Klimawandel ist eine der größten weltweiten Bedrohungen für die Gesundheit der Menschen im 21. Jahrhundert“, sagte Giovanni Forzieri vom Forschungszentrum der EU-Kommission in Italien, das die Untersuchung mit geführt hat.

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In der Studie wurden in den 28 EU-Staaten sowie in der Schweiz, in Norwegen und Island die Auswirkungen der sieben schwersten Katastrophen untersucht, die mit Wetter zusammenhängen: Hitze- und Kältewellen, Waldbrände, Dürren, Stürme sowie Hochwasser an Küsten und Flüssen. Ausgewertet wurden Berichte über solche Katastrophen aus den Jahren 1981 bis 2010. Kombiniert wurde dies mit Modellrechnungen über die Bevölkerungsentwicklung und den Klimawandel.

Forscher befürchten schlimmste Folgen durch Hitzewellen

Die Forscher fanden heraus, dass sich Hitzewellen am massivsten auswirken dürften. Sie könnten verantwortlich für 99 Prozent aller künftigen Todesfälle im Zusammenhang mit Wetterextremen sein. Die Zahl der Todesopfer allein durch Hitze dürfte von 2700 pro Jahr im Zeitraum 1981 bis 2010 auf 151.000 jährlich in den Jahren 2071 bis 2100 steigen.

Insgesamt dürfte die Zahl der Toten von 3000 auf 152.000 pro Jahr in den selben Zeiträumen zunehmen. (rtr)

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