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#Medien  Sex-Vorwürfe: Fox News wirft Star-Moderator O’Reilly raus

Bill O'Reilly darf nach Berichten über sexuelle Übergriffe nicht mehr bei Fox News moderieren.
Bill O'Reilly darf nach Berichten über sexuelle Übergriffe nicht mehr bei Fox News moderieren.
Foto: Justin Lane / dpa
Zuletzt hatte Bill O'Reilly nach Berichten über sexuelle Übergriffe in der Kritik gestanden. Nun hat sein Sender Konsequenzen gezogen.

Washington.  Der konservativ geprägte US-Sender Fox News hat sich nach Berichten über sexuelle Übergriffe von seinem Kult-Moderator Bill O’Reilly getrennt. Das Mutterunternehmen des zum Imperium von Medienzar Rupert Murdoch gehörenden Senders bestätigte die Personalie. „Nach einer sorgfältigen Prüfung der Vorwürfe stimmen das Unternehmen und Bill O’Reilly überein, dass Bill O’Reilly nicht auf Fox News zurückkehren wird“, hieß es in einer Stellungnahme der 21st Century Fox am Mittwoch.

Der „O’Reilly Factor“ war einer der beliebtesten politischen Sendungen bei Fox. Der Moderator wurde dabei über Jahrzehnte als provozierender Fragesteller und Meinungsmacher wahrgenommen. Er fiel durch teils extreme Positionen auf. So erklärte er, die Todesstrafe sei für einige Straftäter zu human, diese hätten stattdessen Arbeitslager verdient.

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Trump hatte sich hinter O’Reilly gestellt

Zuletzt hatte sich US-Präsident Donald Trump hinter O’Reilly gestellt. Dieser sei „kein schlechter Mensch“, sagte der Präsident nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen den Moderator. Fox News war in den vergangenen Wochen zu einer Art Haussender für Trump geworden. Während er andere Medien als Staatsfeinde beschimpfte, lobte er die angeblich stets korrekte Darstellungsweise des Murdoch-Senders, dessen Journalisten sich oft lobend über die Politik Trumps äußern.

O’Reilly bestreitet alle Vorwürfe und vermutet eine Verschwörung gegen sich. Fox war in der Vergangenheit mehrfach wegen sexueller Übergriffe hochrangiger Mitarbeiter in die Schlagzeilen geraten. Unter anderem hatte der frühere Sender-Chef Roger Ailes gehen müssen, weil ihm Moderatorinnen Übergriffe vorgeworfen hatte. (dpa)

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