Geschenkaktion

#Vermischtes  Unbekannter verteilt Euro-Geldscheine mit Hashtags darauf

Echte Scheine: Unbekannte verteilen Geld.
Echte Scheine: Unbekannte verteilen Geld.
Foto: Eibner-Pressefoto / imago/Eibner Europa
Wer verteilt in Deutschland Geldscheine? An Ostern war wieder ein spendabler Unbekannter unterwegs. Die Polizei warnt vor dem Behalten.

Konstanz/Kaiserslautern.  Die Beamten bei der Polizei in Konstanz wunderten sich genau wie ihre Kollegen im pfälzischen Kaiserslautern über den Hinweis: Hier verteilt jemand Geld. In Konstanz sind über die Osterfeiertage Geldscheine im Wert von mehreren Hundert Euro hinter Scheibenwischer geklemmt und in Brief- und Blumenkästen gesteckt worden. Im März gab es das gleiche Spiel in Kaiserslautern. Dort wurde Geld auch in einem Gebüsch platziert.

Die Polizei in Konstanz weiß von rund 400 Euro, die der Unbekannte unters Volk gebracht hat. Viele Beschenkte dürften sich aber auch erst gar nicht gemeldet haben. Irritierend: Auf den Scheinen waren Hashtags, also die in sozialen Netzwerken gebräuchlichen Raute-Zeichen „#“ mit einem Begriff. Ein Polizeisprecher sagte unserer Redaktion, es seien verschiedene Hashtags genutzt worden. Auf eine Kampagne lassen die Begriffe nicht schließen.

Polizeisprecher: Nicht einfach behalten

Die Polizei will keine genaueren Angaben machen: Sollte sich jemand melden und Anspruch auf das Geld erheben, dann soll er nicht aus den Medien die Hashtags erfahren haben. Die Polizei prüft auch, ob das Geld aus einer Straftat kommt. Entsprechende Hinweise gibt es nicht.

Nach dem vergleichbaren Fall in Kaiserslautern hatte aber ein Polizeisprecher gegenüber dem SWR davor gewarnt, das Geld leichtfertig einzustecken. „Wenn Sie das Geld irgendwo finden, dann ist es zunächst eine Fundsache, dann müssen Sie’s abgeben – andernfalls wäre es eine Fundunterschlagung.“

Älterer, eleganter gekleideter Mann verteilte

In Kaiserslautern war der „Geldengel“ auch beobachtet worden: ein älterer, elegant gekleideter Mann. Dort hatten sich bei der Polizei auch Menschen gemeldet, denen 50 Euro angeboten wurden. Die Polizei traf den Mann aber nicht mehr an, seine Identität ist ungeklärt. Dort war Geld aber ebenfalls in Blumenerde und hinter Scheibenwischern gefunden worden. Hashtags auf den Banknoten wurden in Kaiserlautern jedoch nicht gefunden.

Immer wieder wird in sozialen Netzwerken eine Warnung rege geteilt, Geldscheine am Auto könnten eine Falle sein. Das sei ein Trick, mit dem Autodiebe ganz leicht an Fahrzeuge gelangten. Wenn der Autobesitzer aussteige und den Schein hole, schlage der Dieb zu. Dabei handelt es sich jedoch um einen Hoax, der seit mindestens 2004 unterwegs ist, ohne das entsprechende Fälle bekannt geworden sind. (law)

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