Gastronomie

#Wirtschaft  Restaurantkette Vapiano testet Bedienung und Lieferdienst

Bei den Restaurants von Vapiano könnte sich Zukunft einiges ändern.
Bei den Restaurants von Vapiano könnte sich Zukunft einiges ändern.
Foto: Sebastian Kahnert / dpa
Die Restaurantkette Vapiano beugt sich dem Druck auf dem Fast-Food-Markt. Mit einer Neuerung könnte sich das Konzept stark ändern.

Bonn.  Die Restaurant-Kette Vapiano hat ihre Gäste bisher ganz nah an das Geschehen in der Küche geholt: Besucher mussten sich nämlich ihre Speisen selbst dort abholen. Damit einem Zeitungsbericht zufolge bald Schluss sein.

„Wir testen dazu ein Konzept in einem kleinen Restaurant, in Ingolstadt, das stimmt“, sagte Vorstandschef Jochen Halfmann der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Sie probierten viel aus, arbeiteten etwa mit Lieferdiensten zusammen. Auch die Fastfood-Riesen McDonald's und Burger King versuchen sich inzwischen im Liefergeschäft.

Weitere Vapiano-Filialen in Deutschland angedacht

Vapiano betreibt nach Angaben Halfmanns 180 Restaurants in 31 Ländern. „Wir konzentrieren uns in den nächsten zwei, drei Jahren voll auf unsere Kernmärkte in Europa“, sagte er. In Deutschland gebe es 76 Restaurants, mittelfristig könne er sich hier 100 vorstellen. Bis 2020 wollten sie die Zahl weltweit verdoppeln. In China sei neben der Filiale in Shanghai keine Expansion geplant.

Die Pizza- und Pastakette war vor über einem Jahr mit dem Vorwurf konfrontiert gewesen, in einigen Restaurants abgelaufene Lebensmittel serviert zu haben. „Natürlich hatten die Schlagzeilen in Deutschland Folgen, wir haben das an den Umsätzen in den Restaurants gemerkt“, sagte der Chef der Systemgastronomiekette. Aber sie hätten sofort reagiert und das Vertrauen zurückgewonnen.

Abgelaufene Lebensmittel angeblich kein strukturelles Problem

Sie beschäftigten über 5000 Mitarbeiter, „und wo Menschen arbeiten, können auch einzelne Fehler gemacht werden“, erklärte der Chef des Unternehmens, das in Hamburg startete und heute in Bonn sitzt. „Wir sind dem sofort und überall nachgegangen, haben über Nacht alles von externen Prüfern und sogar Ex-Staatsanwälten durchforsten lassen und wissen daher: Das war kein strukturelles Problem.“ (dpa)


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