Festnahmen

MDR-Team bei Dreh über Gewalt gegen #Flüchtlinge  angegriffen

Die Gruppe geht mit einem Teleskopschlagstock auf die Journalisten zu, die gerade zum Thema Angriffe auf Flüchtlinge drehten.
Die Gruppe geht mit einem Teleskopschlagstock auf die Journalisten zu, die gerade zum Thema Angriffe auf Flüchtlinge drehten.
Foto: Screenshot exakt/FAKT, MDR
Ein Team des MDR dreht einen Beitrag über Angriffe auf Flüchtlinge. Ein Video zeigt, wie das Filmteam plötzlich selbst attackiert wird.

Erfurt.  Vier Mitglieder eines Filmteams sind in Erfurt angegriffen und teilweise fremdenfeindlich beleidigt worden. Zwei Tage später, am Mittwochabend, veröffentlichte der Mitteldeutsche Rundfunk auf Facebook ein Video des Vorfalls. Er zeigt, dass die Reporter gerade mit jugendlichen Flüchtlingen unterwegs waren, die im Sommer attackiert worden waren.

Verletzt wurde bei der Attacke niemand. Polizeibeamte nahmen zwei Angreifer im Alter von 35 und 41 Jahren fest. Bei dem 35-Jährigen seien zwei Promille Blutalkohol gemessen worden, teilte die Polizei mit. Einer der Festgenommenen sei der Polizei bereits durch Sachbeschädigung bekannt. Keiner war bislang als möglicher Rechtsextremist auffällig geworden.

Angreifer zog Teleskopschlagstock

Die Polizei bestätigt die Darstellung des Teams, das bei dem Dreh in einem Plattenbaugebiet am Rande auch die Gruppe im Bild hatte. Die Männer, die auf den Bildern nicht erkennbar sind, hatten sich dennoch gestört gefühlt und die Filmcrew bedroht. Einer der Angreifer zog einen Teleskopschlagstock. Er habe versucht, auf den 31 Jahre alten Syrer aus dem Team einzuschlagen. Zuvor sei der Syrer bereits rassistisch beleidigt worden.

Der Mann flüchtete und wurde von den Angreifern verfolgt. Die anderen drei Filmteam-Mitglieder waren Deutsche. Die Polizei hatte zunächst auf Bitten der Betroffenen nicht mitgeteilt, für welchen Sender das Filmteam drehte. Am Mittwochabend veröffentlichte die Redaktion der MDR-Magazine exakt und FAKT die Bilder. (fmg)

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Asyl

Deutlich mehr #Flüchtlinge  holen Familien nach Deutschland

Für Menschen aus Syrien und dem Irak hat das Auswärtige Amt im vergangenen Jahr etwa 73.000 Visa ausgestellt, berichtet die „Welt“. Sie sind die größte Gruppe der Familiennachzügler (Symbolfoto).
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Foto: Patrick Pleul / dpa
2016 kamen laut einem Medienbericht fast 105.000 Menschen als Familiennachzügler nach Deutschland. Die meisten sind Syrer und Iraker.
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