Trunkenheit

#Kurioses  Mann kauft Zeitungen auf, um Verkehrsdelikt zu vertuschen

Kurz vor Silvester hat die Polizei im Bundesstaat New York einen betrunkenen Autofahrer gestoppt. Dieser versuchte dann, die Berichterstattung über sein Vergehen zu verhindern (Symbolfoto).
Kurz vor Silvester hat die Polizei im Bundesstaat New York einen betrunkenen Autofahrer gestoppt. Dieser versuchte dann, die Berichterstattung über sein Vergehen zu verhindern (Symbolfoto).
Foto: Susan Chiang / iStock
Ein US-Amerikaner ist betrunken Auto gefahren und wurde erwischt. Ein Versuch, die Berichterstattung darüber zu vertuschen, scheiterte.

Palmyra.  Zeitungsverkäufer in der Umgebung des Ortes Palmyra im US-Bundesstaat New York haben kurz an Silvester einen seltenen Boom erlebt. Ein einzelner Mann kaufte alle Bestände der lokalen Zeitung „The Wayne County Times“ auf, wie das Blatt selbst berichtete. Der Kaufrausch von Joseph T. hatte einen Hintergrund: Er wollte nicht, dass Menschen seinen Namen in dem Blatt lasen.

Der 43-jährige T. war in die Zeitung gekommen, weil er am 29. Dezember betrunken am Steuer erwischt wurde. Er weigerte sich, einen Alkoholtest zu machen und ging einen Polizisten an. Das war Stoff genug für eine Meldung in der Lokalzeitung. Und weil in den USA Polizeiberichte und Fotos von Festnahmen öffentlich zugängliche Dokumente sind, wurden auch diese Inhalte veröffentlicht.

Verlag belieferte Kioske nach

Noch auf der Polizeiwache hatte sich T. gegen die Fotoaufnahme gewehrt und wollte so eine Veröffentlichung verhindern. Doch dies half wenig, Text und Foto wurden gedruckt. Der 43-Jährige sah nur eine Möglichkeit: alle Zeitungsexemplare aufkaufen, bevor jemand anderes sie in die Hände bekommt. Wie die „Wayne County Times“ berichtet, klapperte T. zahlreiche Zeitungskioske ab und soll 900 Exemplare gekauft haben.

Doch auch diese Aktion von Joseph T. hatte keinen Erfolg. Zum einen beliefert die Zeitung nach Angaben der „Washington Post“ 5000 Abonnenten per Post, die T. kaum aufhalten konnte, zum anderen hat die Zeitung eine Auflage von 12.000 Exemplaren. Zieht man die Abonnements und die 900 von T. gekauften Zeitungen ab, blieben noch 6100 Zeitungen, die der Verlag zum Teil auch in die leergekauften Kioske nachlieferte.

Phänomen wird als Streisand-Effekt bezeichnet

Dass der Artikel auch online verfügbar ist, führte dazu, dass der so genannte Streisand-Effekt einsetzte beziehungsweise verstärkt wurde. Der Streisand-Effekt besagt, dass der Versuch, die Berichterstattung über einen selbst zu unterdrücken, dazu führt, dass sich noch mehr Personen für die Geschichte interessieren. Die Sängerin Barbra Streisand hatte 2003 einen Fotografen verklagt, der Aufnahmen von ihrer Villa veröffentlicht hatte. Erst die Klage zog eine breite Öffentlichkeit an und die Bilder wurden zur Verdeutlichung des Vorgangs auch von anderen Medien veröffentlicht.

Auch die Böhmermann-Affäre im vergangenen kann als Beispiel für den Streisand-Effekt gesehen werden. Das Schmähgedicht von Jan Böhmermann gegen den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hatten in dessen Sendung „Neomagazin Royale“ einige Hunderttausend Menschen im Original gesehen. Erst die Klage Erdogans hatte ein noch breiteres Publikum darauf aufmerksam werden lassen und die Berichterstattung angeheizt.

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