Zugbauer

#Arbeitsmarkt  Bombardier baut weiter Stellen ab

Zugbauer Bombardier will 60 Stellen im Werk Sachsen sichern, doch 180 Jobs sind in Görlitz und Bautzen Gefahr.

In den Bombardier-Werken in Bautzen und Görlitz sollen 60 Stellen der Stammbelegschaft gesichert werden. Das teilte das Unternehmen nach Gesprächen mit Gewerkschaft und Betriebsrat am Mittwoch mit. Voraussetzung dafür sei aber eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und die Unterstützung durch das Land in Form von Innovationsförderung, hieß es. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hatte die weitere Förderung an eine Standortgarantie geknüpft.

Auch der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Bautzen/Ostsachsen, Jan Otto, bewertete den Erhalt der Stellen im Bereich Forschung und Entwicklung positiv. Ziel der Gewerkschaft sei es allerdings, diese Zahl weiter nach oben zu korrigieren. Die Lage im Werk Sachsen bleibe kritisch, betonte Otto. So habe es etwa beim Thema Leiharbeit keine Annäherung gegeben. Weitere Gespräche sind nach Gewerkschaftsangaben für nächsten Freitag (1. Juli) geplant.

Der Zughersteller Bombardier will in Görlitz 200 Arbeitsplätze streichen, in Bautzen 40. Nach dem zugesagten Erhalt der 60 Stellen müssen demnach 180 Mitarbeiter um ihren Job bangen. Betroffen sind außerdem Hunderte Leiharbeiter. Im größten deutschen Werk im brandenburgischen Hennigsdorf will das Unternehmen 200 Arbeitsplätze streichen und die Verträge von 70 Leiharbeitern nicht verlängern.

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