Zweite Liga

Sport  Pleite in Sandhausen – Union rotiert ins Mittelmaß

Nicht nur für Union-Profi Damir Kreilach (Mitte) gab es in Sandhausen kein Durchkommen
Nicht nur für Union-Profi Damir Kreilach (Mitte) gab es in Sandhausen kein Durchkommen
Foto: Thomas Kienzle / dpa
Union kassiert in Sandhausen mit 1:2 zweite Saisonniederlage und verliert die Aufstiegsränge aus den Augen. Fünf Neue in der Startelf.

Berlin.  Wie groß die Enttäuschung bei den Profis des 1. FC Union am Dienstagabend gewesen ist, zeigte sich in einer Szene kurz vor Schluss. Sebastian Polter, sonst ein Profi der Marke „hart aber fair“, steigt gegen Ex-Unioner Markus Karl von hinten ein. Ein Frustfoul gegen den Sandhäuser Defensivmann, für das es die Gelbe Karte gab.

Wenige Minuten später war die zweite Niederlage der Saison besiegelt. Union verliert 0:1 (0:0) beim SV Sandhausen und zugleich auch den Anschluss an die Aufstiegsplätze . Verdient, denn die Leistung des Berliner Fußball-Zweitligisten war alles andere als die eines Bundesliga-Aspiranten.

Was sicher auch daran lag, dass Trainer Jens Keller seine Elf gleich auf fünf Positionen veränderte. Für die angeschlagenen Toni Leistner und Kapitän Felix Kroos kamen Christoph Schösswendter und Stephan Fürstner, zudem gönnte Keller Rechtsverteidiger Christopher Trimmel, Sturmtank Polter und seinem besten Torschützen Simon Hedlund eine Pause. Der Japaner Atsuto Uchida in seinem ersten Einsatz von Beginn an für die Köpenicker, Philipp Hosiner und Steven Skrzybski ersetzten sie – ohne an die spielerische Leistung aus dem Braunschweig-Spiel (1:1) anzuknüpfen.

Schönheim und Hartel verhindern Schlimmeres

„Das Spiel war in der ersten Hälfte ausgeglichen. In der zweiten haben wir zu viel auf Ballbesitz als in die Tiefe gespielt“, bemängelte Union-Trainer Jens Keller : „Wir haben den Druck nicht erhöhen können.“

Die Entscheidung vor nur 4893 Zuschauern fiel in der 55. Minute. Nach einem Einwurf ließ Nejmeddin Daghfous den Ball einfach passieren, im linken Rückraum nahm Leart Paqarada aus 25 Metern Maß und traf ins lange Eck. Union-Torwart Jakob Busk war noch mit den Fingern dran, vergeblich. Zudem verhinderten Fabian Schönheim (4.) und Marcel Hartel (77.) mit ihren Rettungsaktionen auf der Torlinie Schlimmeres.

Erst in der Schlussphase – Polter und Hedlund hatten inzwischen Hosiner und Fürstner ersetzt – drängte Union mit Macht auf den Ausgleich. Doch die Brechstange war kein Mittel gegen die kämpfenden Gastgeber.

Platzsturm überschattet das Nordderby in Kiel

So übernahmen die Sandhäuser die Tabellenführung, da der bisherige Spitzenreiter Holstein Kiel gegen den FC St. Pauli ebenfalls mit 0:1 (0:1) patzte. Johannes Flum traf für die Hamburger (44.). Überschattet wurde die Partie vom Platzsturm durch Kieler Chaoten.

20 Minuten vor Spielbeginn stürmten etwa 25 Personen den Platz. Ein Vermummter warf dabei sogar ein brennendes Bengalo in Richtung Block der St.-Pauli-Anhänger. Die Chaoten wurden von Ordnungskräften und Spielern zurückgedrängt, einige in Gewahrsam genommen. Die Partie wurde erst zehn Minuten später angepfiffen.

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