Bundesliga

Sport  Hertha-Trainer Dardai hofft auf Stark zum Start

Alles Kopfsache: Herthas Arne Maier (Nr. 16) und Karim Rekik
Alles Kopfsache: Herthas Arne Maier (Nr. 16) und Karim Rekik
Foto: Soeren Stache / dpa
Wie Hertha BSC der Dreifach-Belastung standhalten will: bessere Ernährung, gesünderer Schlaf und, hoffentlich, weniger Verletzungen.

Berlin.  Nein, der Trainer macht sich keine Sorgen. „Ich denke, dass Niklas Stark dabei ist, wenn es los geht.“ Bei Herthas frisch gebackenem U21-Europameister hatte eine Untersuchung nach dem erfolgreichen Finale – der deutsche Nachwuchs gewann 1:0 gegen Spanien – einen Rippenbruch ergeben. Den hatte sich Stark im ersten EM-Spiel zugezogen - und dennoch in allen Partien (mit Ausnahme des Halbfinals) den Abwehrchef gegeben.

„Niklas hat jetzt Urlaub, dann geht er in die Reha“, sagte Dardai. Der Trainer rechnet damit, dass Stark vier Wochen nicht mit der Mannschaft trainieren kann: „Dann bauen wir ihn vorsichtig auf.“ Das erste Pflichtspiel der Saison bestreitet Hertha am 14. August im DFB-Pokal bei Hansa Rostock. In der Bundesliga startet der Hauptstadt-Klub am folgenden Wochenende mit einem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart.

Dardai nimmt sich mit in die Verantwortung

Stark war sowohl in der Endphase der vergangenen Saison angeschlagen als auch vor der EM. „Da haben wir eine Mitschuld, weil ich Niklas immer auf der Sechs aufgestellt habe“, sagte Dardai. Er habe sich dafür entschieden, Stark im defensiven Mittelfeld spielen zu lassen, damit er sich technisch und taktisch verbessere. „Aber mit seinem Körper in jeden Zweikampf reinzugehen, da hat er eine Menge Schläge und Tritte bekommen.“

Deshalb sei es nicht schlecht, wenn Stark (misst 1,90 Meter bei 82 Kilo) jetzt vier oder fünf Wochen Pause habe. Die Perspektive für Stark liegt bei ­Hertha und in der Nationalelf in der Innenverteidigung.

Jetzt regiert Konditionstrainer Kuchno

Bei Hertha ist unterdessen Henrik Kuchno (43) der wichtigste Mann der kommenden Wochen. Die Aufgabe ist klar: Die Mannschaft wird mit bis zu 26 Partien in den kommenden vier Monaten so viele Spiele bestreiten wie seit Jahren nicht. Zudem war das Trainerteam unzufrieden, dass in der vergangenen Rück­serie immer wieder Profis mit Muskelverletzungen ausgefallen waren.

Das soll besser werden. „Wir wollen Verletzungen vermeiden“, sagt Kuchno. Intern habe man sich intensiv mit den vielen Ausfällen beschäftigt. „Wir haben unsere Schlüsse daraus gezogen und versuchen dagegen zu steuern.“ So wird bei Hertha in den nächsten Wochen deutlich individueller trainiert werden.

Mit Blick auf die Dreifach-Belastung von Liga, Pokal und Europacup sind zwei weitere Themen wichtig, wie Kuchno sagt: „Schlaf und Ernährung, das sind die zwei großen Leistungsreserven, bei denen jeder Spieler viel beitragen kann für eine gute Erholung.“

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