Volleyball

Sport  BR Volleys holen Zuspieler aus den Niederlanden

Schön war der achte Meistertitel für die BR Volleys. Alle Spieler halten dem Klub allerdings nicht die Treue
Schön war der achte Meistertitel für die BR Volleys. Alle Spieler halten dem Klub allerdings nicht die Treue
Foto: imago sport / imago/Sebastian Wells
Der Kroate Tsimafei Zhukouski verlässt Berlin, Daan van Haarlem kommt als Ersatz. Auch Wouter ter Maat kehrt nicht zum Meister zurück.

Berlin.  Man kann nicht behaupten, dass Daan van Haarlem seinen neuen Verein BR Volleys in bester Erinnerung hat. „Wir haben 2010 zu Hause gegen Berlin 0:3 verloren“, erzählt der Niederländer, „und ein Spiel in der Hauptstadt gab es für mich nicht mehr.“ Damals durfte er nur für eine halbe Saison das Trikot der Titans Wuppertal tragen. Nun soll der 28-Jährige gemeinsam mit Sebastian Kühner das Spiel beim achtmaligen Deutschen Meister organisieren. „Ich will so viel wie möglich mit Berlin gewinnen“, sagt van Haarlem, „außerdem will ich mich weiterentwickeln und ein besserer Zuspieler werden.“

In Tschechien Pokalsieger

Nationalspieler der Niederlande ist er inzwischen. In den vergangenen beiden Jahren trat er für Kladno Volejbal an und wurde mit den Tschechen Pokalsieger und Meisterschaftszweiter. Er ist bei den BR Volleys der dritte Zugang nach der Königspersonalie Luke Reynolds (Australien), der Roberto Serniotti als Trainer ablöst, und Georg Klein, der Nachfolger von Felix Fischer als Mittelblocker werden soll. Mit der Verpflichtung van Haarlems steht auch fest, dass Tsimafei Zhukouski Berlin verlässt – sein neuer Klub steht noch nicht fest.

Auch van Haarlems Landsmann Wouter ter Maat kehrt nicht zum Meister zurück. Der Diagonalangreifer schloss sich Eurocupsieger Paris Volley an. Schmerzlichster Berliner Abgang war der Wechsel Ruben Schotts nach Mailand; an seiner Stelle bekam Youngster Egor Bogachev (20) einen Drei-Jahres-Vertrag. Dennoch soll auf Schotts Position ein weiterer Spieler kommen. Was außerdem jetzt noch fehlt, ist Ersatz für ter Maat, dann könnte das Team für die nächste Saison mit Teilnahme an der Champions League komplett sein. Acht seiner insgesamt zwölf Spieler konnte Deutschlands dominierendes Team der vergangenen sechs Jahre ja halten.

Mehr Verantwortung für Sebastian Kühner

Für Sebastian Kühner bedeutet der Wechsel von Zhukouski zu van Haarlem mehr Verantwortung. „Das ist der Hintergrund dieser Entscheidung“, erklärt Geschäftsführer Kaweh Niroomand. „Sebastian ist seit Jahren unser 1B-Zuspieler gewesen. In der nicht ganz einfachen letzten Saison hat er aber in der Mannschaft eine sehr konstruktive Rolle übernommen und außerdem einige sehr gute Spiele gezeigt. Er hat die Chance verdient, 1A-Zuspieler zu werden.“ Nutzen muss er sie natürlich selbst.

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