FUSSBALL

Sport  Kollegen wählen Hertha-Torhüter Jarstein zum Drittbesten

Foto: Boris Streubel / Bongarts/Getty Images
In der alljährlichen „Kicker“-Umfrage kommt der Norweger hinter Manuel Neuer und Timo Horn auf Rang drei. Abgestimmt haben 248 Profis.

Berlin.  Gewissermaßen gibt Hertha BSC dieser Tage mal den Ligatrend vor: Seit wenigen Tagen lässt der Berliner Bundesligist seinen Anhang über den Hertha-Spieler der Saison abstimmen. Ein Sieger scheint bereits gefunden: Torhüter Rune Jarstein. Er kommt auf knapp dreimal so viele Stimmen wie Neu-Nationalspieler Marvin Plattenhardt.

Nun hat die alljährliche Abschluss-Umfrage des „Kicker“, Institution und Spiegel der Bundesliga, den Norweger als besten Berliner der abgelaufenen Spielzeit bestätigt: 248 befragte Bundesliga-Spieler wählten Jarstein, der sich derzeit mit dem norwegischen Nationalteam auf das WM-Qualifikationsspiel gegen Tschechien am Sonnabend vorbereitet, in der Torhüter-Rangliste auf Rang drei. Der 32-Jährige erhielt 8,5 Prozent der Stimmen.

Neuer gewinnt zum fünften Mal in Serie

Auf Platz eins landete zum fünften Mal in Serie Manuel Neuer (32,7) vom FC Bayern, gefolgt von Timo Horn vom Europa-League-Starter Köln (12,9). Jarstein stand allerdings als Einziger der Top drei in der abgelaufenen Saison die vollen 3060 Minuten auf dem Feld – so lang wie nur fünf andere Torhüter und kein einziger Feldspieler. „Rune hat sich in der Rückrunde noch mal gesteigert“, bestätigte Herthas Cheftrainer Pal Dardai bereits vor Saisonende. „Die Ruhe, die er ausstrahlt, tut uns gut.“

Dardai selbst, im Vorjahr noch der Gewinner unter den Trainern, spielt im aktuellen Ranking keine gehobene Rolle mehr. Zum Trainer der Saison kürten 44,8 Prozent Julian Nagelsmann (29), der die TSG Hoffenheim in die Champions-League-Qualifikation führte, vor Leipzigs Ralph Hasenhüttl und Freiburgs Christian Streich.

Lewandowski bester Spieler

Bester Feldspieler ist nach Ansicht der Bundesliga-Profis Bayerns Torjäger Robert Lewandowski. 25 Prozent der Stimmen könnten den Polen nachträglich für die verpasste Torjäger-Kanone trösten, die er am finalen Spieltag an Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang (31 Tore) abtreten musste.

Der Gabuner, im Winter noch Führender unter den Feldspielern, lief mit 10,5 Prozent als Dritter ein. Leipzigs Taktgeber Naby Keita (15,7) kam gleich in seiner ersten Bundesliga-Saison vor ihm, aber hinter Lewandowski ins Ziel. Auch dieser Trend wäre vorher beim Berliner Anhang zu erfragen gewesen: Im Februar hatte Lewandowski in Berlin in der 96. Minute zum schmerzlichen Ausgleich gegen Hertha getroffen.

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