Champions League

#Volleys  biegen 0:2-Rückstand gegen Moskau um

Paul Carrol (Nr. 12) war der überragende Berliner Angreifer beim Sieg gegen Moskau
Paul Carrol (Nr. 12) war der überragende Berliner Angreifer beim Sieg gegen Moskau
Foto: nph / Engler / picture alliance / nordphoto
Das Final Four in der Königsklasse scheint erstmals möglich, nachdem sich Paul Carroll und Robert Kromm in einen Rausch spielten.

Sie wollen sich einfach niemals geschlagen geben. Erneut haben die BR Volleys in der Champions League einen 0:2-Satzrückstand wettgemacht und einen der großen Klubs im europäischen Volleyball niedergekämpft. Sieben Heimspiele nacheinander in der Champions-League gewonnen, in dieser Saison den italienischen Titelfavoriten Lube Civitanova, Polens mehrfachen Meister Resovia Rzeszow sowie zuletzt Istanbul BBSK nach einem 0:2 noch geschlagen – wieso eigentlich nicht einen weiteren Coup folgen lassen? Dynamo Moskau fühlte sich am Mittwochabend schon zu früh als Sieger. Die Russen mit ihren vier Olympiasiegern von London verloren jedoch das Hinspiel der Play-off-Six vor 5311 Zuschauern in der Schmeling-Halle mit 2:3 (25:23, 25:22, 19:25, 18:25, 10:15). Für das Team von Trainer Roberto Serniotti wird es immer noch sehr schwer, am kommenden Mittwoch im Rückspiel den Einzug ins Final Four zu schaffen. Aber unmöglich scheint jetzt nichts mehr.

Schon in den ersten beiden Sätzen hielten die Berliner nicht übel mit, führten gar 14:9 nach Aufschlagserien von Kapitän Robert Kromm und Paul Carroll. Doch die Russen blieben cool. Angeführt von ihrem Star Konstantin Bakun glichen sie beim 20:20 aus, nutzten kleine Schwächen Berlins zum 25:23. Auch im zweiten Satz spielten die Volleys lange auf Augenhöhe, am Ende freute sich wieder Dynamo. Zu früh.

Denn nun erwachten Kampfgeist und Klasse der Berliner. Den dritten Abschnitt gewannen sie, angeführt von Kromm und angefeuert vom begeisterten Publikum. Plötzlich schien alles zu passen, Aufschläge, variable Angriffe, der Block, beinahe leicht brachten die Berliner den Satz ins Ziel. Dynamo, einmal aus dem Rhythmus gekommen, fand ihn auch in der Folge nicht wieder. Kromm, und der herausragende Australier Carroll (26 Punkte) stellte die Russen vor unlösbare Probleme. Die BR Volleys spielten sich förmlich in einen Rausch, in der Ballannahme wurde nun sogar der übermächtige Bakun entzaubert. Als Im Tiebreak Felix Fischer ein Ass zum 10:5 schlug, raste die Halle Und dem besten Mann des Abends war es vergönnt, den Matchball zum 15:10 zu verwandeln. Carroll war weltklasse, die Volleys europäische Spitzenklasse. „Es wird schwer in Moskau“, sagte Carroll, „aber wir sind jetzt sehr selbstbewusst.“

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0:1-Niederlage

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Foto: Marius Becker / dpa
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