DEL-Halbfinale

#Eisbären  kassieren Heimniederlage gegen München

Berlins Daniel Fischbuch (r.) versucht den Puck an Münchens Torwart Danny aus den Birken ins Tor zu schießen
Berlins Daniel Fischbuch (r.) versucht den Puck an Münchens Torwart Danny aus den Birken ins Tor zu schießen
Foto: Monika Skolimowska / dpa
Am Sonntag unterlagen sie in der mit 14.200 Zuschauern ausverkauften Arena am Ostbahnhof mit 1:2 (1:0, 0:2, 0:0).

Ein wenig aufgeregt lief Uwe Krupp durch den Kabinentrakt. Irgendetwas im Ablauf nach dem Spiel hatte ihm nicht gepasst. Das teilte er einem Klubmitarbeiter deutlich und mehrfach mit. Schuld an seiner Missstimmung dürfte aber nicht nur der Fakt gewesen sein, dass eine Kleinigkeit vielleicht gegen irgendwelche Absprachen verstieß. Vielmehr hatte die Partie zuvor seine Laune nicht gerade steigen lassen. Die von Krupp trainierten Eisbären Berlin verloren das zweite Halbfinalspiel in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen RB München 1:2 (1:0, 0:2, 0:0). Nach zuvor drei Siegen in Folge in der Verlängerung endete das Spiel diesmal ausnahmsweise nach 60 Minuten.

In der „Best of seven“-Serie glichen die Bayern nach dem Erfolg der Eisbären zwei Tage zuvor zum 1:1 aus. Der Vorteil, den die Berliner sich erspielt hatten, ist damit schnell wieder dahin. „Das war ein gutes, ausgeglichenes Spiel“, sagte Krupp und zeigte sich wenig gesprächig. Sein Gegenüber, Don Jackson, gab sich wie üblich im Play-off ebenso wortkarg. Er sah die Partie so: „Es war ein starkes physisches Spiel.“ Gleiches ist für den Dienstag zu erwarten, da findet Spiel drei in München statt (19.30 Uhr).

Der Sieg in München am Freitag (3:2 n.V.) hatte das Selbstbewusstsein der Berliner noch einmal gestärkt. Mit viel Verve kamen sie aus der Kabine und lieferten ein beeindruckendes erstes Drittel ab. Sie spielten schnell, passten den Puck im richtigen Augenblick, schossen viel. „Ah“ und „oh“ raunte es häufiger durch die ausverkaufte Mercedes-Benz Arena, in der 14.200 Zuschauer das chancenreiche Treiben der Eisbären verfolgten. Die Führung durch Julian Talbot, der von Frank Hördler mit einem langen Pass in Szene gesetzt worden war, entsprach dem Spielverlauf (9.). Der gab sogar mehr her. Doch an diesem Tag schwächelte das Überzahlspiel wieder, so dass selbst fast eine Minute mit zwei Mann mehr keinen Gewinn brachte (19.). „Wir haben gut angefangen“, sagte Stürmer Marcel Noebels dennoch.

Fast sah es so aus, als hätte der Start der Eisbären den Titelverteidiger beeindruckt. Anfangs hatten es die Münchner kaum einmal geschafft, in eine gute Schussposition zu kommen. Doch Don Jackson, der langjährige Berliner Trainer und jetzige Münchner, gab seinem Team in der ersten Pause ein paar Dinge mit auf den Weg, die sich für die Eisbären negativ auswirkten. Die Bayern brachten ihre Angrifft nun schneller nach vorn und zogen direkter auf das EHC-Tor zu. Die neue Wucht der Gäste drängte die Eisbären in die Defensive. Sie hatten Mühe, den Puck dort zu sichern. Beim Nachsetzen von Keith Aucoin gelang das dann auch nicht, die Berliner mussten den Ausgleich hinnehmen. (28.).

Jacksons Team spürte die Schwächephase der Eisbären und hielt an seinem Vorwärtsdrang fest. Ein schneller Vorstoß mündete in einen Schuss von Michael Wolf, den Torhüter Petri Vehanen zur Seite ablenkte. Dort stand allerdings Jason Jaffray, der schob die Scheibe ins Netz und die Berliner lagen 1:2 zurück (30.). Beeindruckt waren die Münchener also keineswegs vom Auftreten der Eisbären. Dominanz demonstrierten sie allerdings auch nicht dauerhaft. Nach ein paar Minuten fanden die Eisbären wieder zu Sicherheit und spielten ebenso nach vorn. Wobei der Aufbau den Eisbären etwas schwerer fiel, da die Bayern mit einem sehr hartnäckigen Forechecking früh Druck auf die Berliner ausübten. „Wir haben nicht so geradlinig gespielt wie in München“, sagte Kapitän André Rankel, dessen Team kaum mehr gute Gelegenheiten zum Ausgleich bekam. Trotz des Ausgleichs in der Serie sah Rankel keinen Grund zur Beunruhigung: „Das ist alles andere als unkomfortabel für uns.“

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