EHF-Pokal

#Füchse  ziehen souverän ins Viertelfinale ein

Die Füchse Berlin haben sich souverän für das Viertelfinale im EHF-Pokal qualifiziert.
Die Füchse Berlin haben sich souverän für das Viertelfinale im EHF-Pokal qualifiziert.
Foto: dpa
Der Cupsieger von 2015 besiegte Riko Ribnica aus Slowenien klar mit 38:30 (18:14).

Berlin. Den letzten fehlenden Punkt zum Einzug in das Viertelfinale um den EHF-Pokal haben sich die Füchse Berlin nicht nehmen lassen. Nicht von RD Ribnica, dem Tabellenletzten in der Zwischenrundengruppe A. Die Berliner Mannschaft von Trainer Velimir Petkovic bezwang die Slowenen vor 5926 Zuschauern in der Schmeling-Halle erwartungsgemäß souverän mit 38:30 (18:14). Die letzte Partie in dieser Phase am 1. April bei den Franzosen von Saint-Raphael Var Handball ist sportlich damit bedeutungslos, denn sogar Platz eins haben die Berliner schon sicher.

Paul Drux wird dann mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit nicht dabei sein. Ohnehin hatte Trainer Petkovic dem durch nationale und internationale Einsätze stark beanspruchten 22-Jährigen eine Pause versprochen. Doch nun hätte Drux gar nicht spielen können; er schaute nicht nur in Zivil, sondern zugleich mit einer Armbinde zu. Eine Schleimbeutelentzündung im rechten Unterarm könnte Zeichen von Überlastung sein. Mindestens zwei Wochen fällt er aus, vielleicht vier. Selbst ohne ihn standen aber mit Europameister Fabian Wiede (23), Christoph Reißky (21), Jugend-Nationalspieler Frederik Simak (19) und Junioren-Nationalspieler Kevin Struck (20) vier aus dem Nachwuchs des Vereins hervorgegangene Akteure im Kader. Etwas, das Geschäftsführer Bob Hanning, zugleich Coach der A-Jugend, wichtiger ist als kurzfristiger sportlicher Erfolg.

Hanning erhöht Druck auf sportliche Leitung

Der Manager erhöhte kurz vor dem Spiel gegenüber der Morgenpost in die-ser Hinsicht sogar den Druck auf die sportliche Leitung der Füchse. Er will die jungen Leute häufiger auf dem Parkett sehen. „Wenn es in den nächsten Jahren nicht gelingt, noch mehr junge Deutsche zu integrieren, können wir nicht in Europa mitspielen. Das ist die Aufgabe von Trainer und Sportdirektor (Volker Zerbe, d.Red).“ Auf internationalem Top-Niveau können die Berliner mit ihren sechs Millionen Euro Saisonetat nicht mithalten. Der Nachwuchs sei „der größte Wert, den wir haben. Wenn wir das nicht hinkriegen, haben wir auf Dauer ein Problem“. Es schwang eine leise Drohung mit: „Unsere sportliche Leitung erfüllt dann eine der wesentlichen Voraussetzungen in unserem Verein nicht: Junge Deutsche müssen spielen.“

So gesehen, konnte Hanning gegen Ribnica mehr als zufrieden sein. „So muss es sein“, sagte er nach dem Spiel. Trainer Petkovic brachte bereits in der 17. Minute erstmals Struck, in der 19. Reißky und in der 25. auch noch Simak; Wiede gehört ohnehin zur Startformation der Füchse. Struck traf erstmals zum 15:10 in einer Partie, die von Beginn an recht einseitig verlief. Die wackeren Slowenen hatten keine wirkliche Siegchance. Die konzentriert startenden Gastgeber führten schnell mit 8:2 (9. Minute). Von da an rannten die Gäste nur vergebens hinterher, zumal auch Silvio Heinevetter im Füchse-Tor einen sehr starken Tag erwischt hatte. Beste Berliner Werfer waren Mattias Zachrisson (9), Bjarki Elisson (6) und Wiede (5). Kent Robin Tönnesen fiel außerdem wegen einer Viruserkrankung kurzfristig aus.

„Ich bin stolz, jetzt ein Teil des Teams zu sein"

Ein Tag also, jungen Spielern eine Chance zu geben. „Es war sehr schön, Spielanteile zu bekommen und sie auch erfolgreich zu nutzen“, sagte der am Ende dreifache Torschütze Struck. Dem pflichtete Simak bei, noch A-Jugend-Spieler, der bei seinem ersten Einsatz im Männerteam der Füchse auch gleich sein erstes Tor warf – und seine erste Rote Karte sah, drei Sekunden vor Schluss. „Das passiert im Handball“, sagte er, „tut mir leid. Aber“, ergänzte der 19-Jährige, „ich bin stolz, jetzt ein Teil des Teams zu sein.“

Petkovic sagte zufrieden: „Wir haben heute eine Aufgabe erfüllt, ein Zwi-schenziel erreicht.“ Die Aussage seines Geschäftsführers Bob Hanning vor der Partie, er sehe lieber zwei junge Spieler ins Team integriert als einen Europapokal zu gewinnen, konterte er mit Humor. Er meinte: „Mir ist es noch lieber, mit zwei jungen Spielern den Europapokal zu gewinnen. Damit haben wir heute angefangen.“ Die Auslosung für das Viertelfinale findet am 4. April statt.

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