Eishockey

Ein Fehler bringt die #Eisbären  auf die Verliererstraße

Mannheims Luke Adam (l.) nimmt EHC-Keeper Petri Vehanen die Sicht
Mannheims Luke Adam (l.) nimmt EHC-Keeper Petri Vehanen die Sicht
Foto: imago sportfotodienst / imago/Nordphoto
Ärgerlich: Ein Fehler des jungen Verteidigers bringt Berlin auf die Verliererstraße. Mannheim kann Sonntag ins Halbfinale einziehen.

Bis das Publikum in Mannheim richtig in Fahrt geriet, dauerte es diesmal einige Zeit. Lange herrschte verdächtige Ruhe, so als ob sich mancher an bittere Erfahrungen mit dem EHC Eisbären erinnerte. Das Spiel blieb eng, der Vorteil dabei schien auf Seiten der Berliner zu sein. Doch die Profis der Eisbären behielten ihre Nerven diesmal nicht, ein später Fehler gab der Partie die Richtung, die das heimische Publikum erwartet hatte. Mit 1:3 (0:0. 0:0, 1:3) unterlagen die Eisbären im fünften Spiel der Viertelfinalserie gegen die Adler Mannheim.

Damit geht das Duell zwischen den beiden Rivalen in die entscheidende Phase. Mit 2:3 Siegen liegen die Eisbären nun zurück, am Sonntag in Spiel sechs in Berlin (14 Uhr, Mercedes-Benz Arena) haben die Adler erstmals die Gelegenheit, in das Halbfinale der Deutschen Eishockey Liga (DEL) einzuziehen .

Eröffnungsdrittel erstmals ohne Tore in der Serie

Beide Teams entschieden sich diesmal für einen verhaltenen Start. Torszenen ergaben sich lange Zeit nur spärlich. Ein phasenweiser Druck entstand erst, als die erste Strafzeit der Berliner zu einem Überzahlspiel der Adler führte. So eine Gelegenheit hatten die Eisbären kurz darauf auch, doch mit den bekannten Schwächen erbrachte das keinen Vorteil in einem diesmal weniger physisch, dafür mehr läuferisch geprägtem Spiel. Beide Mannschaften setzten im ersten Durchgang mehr auf Sicherheit, was in einer für ein Play-off-Spiel sehr nüchternen Darbietung mündete – und in das erste torlose Eröffnungsdrittel dieser K.o.-Serie.

Den Berlinern konnte dieser Verlauf nur genehm sein, erhöhte das doch eher den Druck auf den Gastgeber vor den 13.600 Zuschauern in der SAP-Arena. Die Adler hatten für diese Partie erneut den Torhüter gewechselt und Drew MacIntyre zwischen die Pfosten gestellt statt des deutschen Nationaltorhüters Dennis Endras. Viel Arbeit kam auf den neuen Goalie auch im zweiten Drittel zunächst nicht zu, ebenso wenig wie auf Petri Vehanen im Tor der Berliner. Beide Teams verlegten sich zunächst darauf, mit einem langen Pass einen Konter zu kreieren. Diese Versuche endeten jedoch in den Abwehrreihen.

Erst Mitte des Spiels gaben die Kontrahenten ihre taktische Zurückhaltung auf. Die läuferische Intensität wurde erhöht, die starren defensiven Ordnungen damit gelockert. Das trieb die Anzahl der Abschlüsse in die Höhe. Was keinen der Kontrahenten allerdings überforderte. Damit blieb es in der Serie dabei, dass die Eisbären sich stets näher an einem Auswärtssieg befanden als die Adler.

Der war ihnen dennoch nicht vergönnt, weil Alex Roach im dritten Abschnitt ein folgenschwerer Fehler unterlief. Der junge Verteidiger ließ sich von Luke Adam durch einen unsauberen Pass den Puck im Aufbau abnehmen, Adam hatte damit freie Bahn und überwand Vehanen (46.). Das Spiel bekam dadurch Rasanz, die Torszenen häuften sich. Wobei Garrett Festerling frei vor Vehanen auftauchte und mit dem 0:2 für die Vorentscheidung sorgte (50). Zwar konnte Julian Talbot per Nachschuss auf 1:2 verkürzen (54.), die Bemühungen der Berliner genügten jedoch nicht, um wenigstens die Verlängerung zu erreichen. Carlo Colaiacovo traf noch zum 1:3 ins leere EHC-Tor für die Adler (60.). Damit stehen die Eisbären nun stark unter Druck im nächsten Heimspiel. „Wir hinten lange gut gestanden, da wäre mehr möglich gewesen“, ärgerte sich Verteidiger Jens Baxmann. Ließ sich aber nicht entmutigen: „Wir wollen zuhause nun Spiel sieben erzwingen.“

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Viertelfinalserie

6:1-Kantersieg gegen Mannheim: #Eisbären  gleichen Serie aus

André Rankel (l.) traf für die Eisbären
André Rankel (l.) traf für die Eisbären
Foto: Britta Pedersen / dpa
Der DEL-Rekordmeister besiegte die Gästeverdient mit 6:1 (1:1, 3:0, 2:0). In der Playoff-Serie „Best of Seven“ steht es damit 2:2.
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