Zweite Liga

Mit Vollgas in die Rückrunde – #Union  will 60 Punkte

Unions Steven Skrzybski (l.), hier im Duell mit Heidenheims Timo Beernmann, darf sich als einer der Gewinner der Wintervorbereitung fühlen
Unions Steven Skrzybski (l.), hier im Duell mit Heidenheims Timo Beernmann, darf sich als einer der Gewinner der Wintervorbereitung fühlen
Foto: Fotostand / Weller / picture alliance / Fotostand
Trotz turbulenten Trainingslagers kehrt der 1. FC Union mit großem Selbstbewusstsein nach Berlin zurück – und mit ehrgeizigen Zielen.

Oliva Nova.  Am Ende war es eine Gruppe von 14 Feldspielern, die die letzte reguläre Einheit im Trainingslager des 1. FC Union in Oliva Nova neben den vier Torhütern bestritt. Vorbei sind neun Tage an der spanischen Mittelmeerküste, die Jens Keller, den Trainer des Fußball-Zweitligisten, zu einem positiven Fazit veranlassten. „Die Mannschaft hat gut mitgezogen, die Bedingungen waren top, wir sind voll im Plan“, sagte Keller mit Blick auf den Rückrundenstart am 27. Januar gegen Bochum.

Dennoch war es das wohl turbulenteste Trainingslager, das die Köpenicker erlebt haben, nicht nur weil der Abreisetag Mittwoch mit leichtem Schneefall begann. Mit Sören Brandy (Arminia Bielefeld) und Christopher Quiring (Hansa Rostock) gab es zwei Abgänge, mit Sebastian Polter einen Rückkehrer und mit Benjamin Kessel (Oberschenkelverletzung) sowie Fabian Schönheim (Adduktoren) zwei Profis, die nach nur drei Tagen wieder die Heimreise nach Berlin antreten mussten. Neben dem Duo fehlten zum Abschluss auch Michael Parensen, Kristian Pedersen, Roberto Puncec, Simon Hedlund und Damir Kreilach, sie bekamen eine Pause verordnet.

Keller bittet in Sachen Polter noch um Geduld

Kellers Zielstellung für die zweite Saisonhälfte ist klar: „Wir wollen die Hinrunde toppen und auch die 32 Punkte“ aus der Rekordrückrunde der vergangenen Spielzeit. Der besten Vorrunde der Klubgeschichte (28 Punkte, Platz fünf) soll die beste Rückrunde folgen. Und damit eine Ausbeute von 60 Zählern, die „vielleicht für den Aufstieg schon reichen können, weil es oben sehr ausgeglichen zugeht“, erklärte Keller. Dies sei, so der 46-Jährige, für Union aber nur möglich, „wenn alles normal läuft und nicht plötzlich vier Spieler ausfallen.“

Wer dabei die Führung übernehmen soll, hat Keller längst entschieden. Abwehrchef Toni Leistner zum Beispiel, „er hat eine überragende Vorrunde gespielt und war einer unserer konstantesten Spieler. Von Felix Kroos erwarte ich als Kapitän natürlich, dass er eine Mannschaft führt. Sebastian Polter ist jemand, der diese Qualitäten hat. Und Steven Skrzybski, er ist ja auch im Mannschaftsrat und hat nochmal einen Riesensprung gemacht. Nicht nur wegen seiner sechs Tore, sondern auch weil er so viel gespielt hat wie noch nie.“ Der 24-Jährige verpasste bisher nur 14 Spielminuten.

Skrzybski untermauert seinen Status

Eigengewächs Skrzybski darf sich auch als Gewinner des Trainingslagers fühlen. Der Stürmer hat seinen Status im Team untermauert. Auch Raffael Korte konnte endlich auf sich aufmerksam machen, nachdem er die Hinrunde noch wegen Trainingsrückstands nach seinem Kreuzbandriss sowie eines Nasenbeinbruchs verpasst hatte. Angesichts des langen Ausfalls von Dennis Daube (Schulterverletzung) und der Sperre von Stephan Fürstner ist Korte „nicht ganz unwichtig“ für das Bochum-Spiel, so Keller. Kessel und Schönheim werden sich hingegen – auch wegen ihrer erneuten Zwangspausen – länger mit dem Reservistendasein begnügen müssen.

Apropos Polter: Für Unions teuersten Transfer (1,6 Millionen Euro Ablöse) bittet Keller um Geduld. „Polter hat sich gut eingelebt, er kennt ja auch noch den Großteil der Mannschaft. Er ist ein positiver Typ, hat aber in den vergangenen eineinhalb Jahren nicht so viel trainiert. Er absolvierte mit Queens Park viele Spiele und hat eher im regenerativen Bereich gearbeitet. Deswegen ist er immer noch dabei, körperlich fit zu werden“, sagte der Trainer: „Dass er die Laufwege noch nicht so kennt, ist klar. Er lernt aber jeden Tag mehr, unsere Idee umzusetzen. Ich habe keine Angst, dass wir das hinbekommen.“ Die Tage von Oliva Nova bestätigen seine Hoffnung.

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