Weihnachtssingen

Fans von #Union  setzten Zeichen gegen Hass und Terror

Die Alte Försterei war wieder bis auf den letzten Platz gefüllt. Eine Schweigeminute für die Anschlagsopfer durfte nicht fehlen.

Vier Tage nach dem Terroranschlag strömten Fans des 1. FC Union Berlin zum traditionellen Weihnachtssingen. Das Stadion An der Alten Försterei war mit 28 500 Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt. Nachdem das Flutlicht um 19.06 uhr erloschen war, ertönte bei Kerzenschein die Hymne des Fußball-Zweitligisten. Danach wurde bei der 14. Auflage der Veranstaltung mit einer Schweigeminute der Opfer des Anschlages auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gedacht.

Peter Müller, der seit 2004 als Pfarrer im Ruhestand zum Inventar des Weihnachtssingens gehört, ging auch auf die tragischen Vorfälle ein. „Es tut gut, dass wir uns hier friedlich begegnen“, sagte er einen Tag vor Heiligabend und hielt ein Plädoyer „gegen Hass und Terror“. Müller wünschte den Verletzten „schnelle Gesesung“ und erinnerte vor dem Hintergrund der Tragik vom Breitscheidplatz an Weihnachten „als Fest der Hoffnung“.

Fußball- und Weihnachtsfans gaben am Freitag die Klassiker zum Besten. Geführt vom Chor des Köpenicker Emmi-Noether-Gymnasiums, der seit 2007 für die richtige Stimmlage sorgt, gehörten „Ihr Kinderlein kommet“, „O Tannenbaum“, „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ oder „Leise rieselt der Schnee“ zum Repertoire.

Damit auch die Union-Fans im ausverkauften Rund öfter mal einen ihrer Fangesänge anstimmen konnten, ging das Weihnachtssingen diesmal sogar in die Verlängerung. „Die Erfahrung hat gezeigt, dass es in 90 Minuten nicht mehr zu schaffen ist. Man muss den Leuten mehr Zeit lassen, dass sie auch Union-Lieder singen können“, sagte Torsten Eisenbeiser vom Fanclub Alt-Unioner, der als Erfinder des Weihnachtssingens gilt.

Die Veranstaltung, die in anderen Fußball-Stadien längst Nachahmer gefunden hat, war seit Wochen ausverkauft. 2003 bei der halbillegalen Premiere hatten sich 89 Unioner eingefunden. Inzwischen ist das Weihnachtssingen das größte Ereignis des Vereins im Jahreskalender. „Der Etat beträgt über 100.000 Euro“, sagte Eisenbeiser.

Unter die Sänger hatte sich auch der eine oder andere Union-Profi gemischt, zum Beispiel Kapitän Felix Kroos. Die Spieler des Zweitligisten haben noch bis zum 3. Januar Urlaub.

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