Polizei und Verkehr

#Blaulicht  Das geschah in der Nacht in Berlin

Die Polizei in Berlin
Die Polizei in Berlin
Foto: dpa
Berlin schläft nie. Hier finden Sie eine Übersicht über die vergangenen Stunden sowie den Verkehrsmelder und den Wetterbericht.

32-Jähriger am U-Bahnhof ins Gleißbett gestoßen: Bei einem gewaltsamen Streit zwischen zwei Gruppen am U-Bahnhof Johannisthaler Chaussee im Neuköllner Ortsteil Gropiusstadt ist ein 32-Jähriger ins Gleißbett gestoßen worden. Wie die Polizei mitteilte, war es am Sonnabend gegen 22 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen einer vier- und einer siebenköpfigen Gruppe gekommen. Dabei soll einer der Beteiligten den 32-Jährigen auf die Schienen gestoßen und dort auf ihn eingeschlagen haben. Zeugen berichteten später der Polizei, dass sich der Mann kurz auf der abgeschirmten Stromschiene abstützte. Erst als Passanten nach der Polizei riefen, flüchtete die siebenköpfige Gruppe unerkannt aus dem U-Bahnhof. Mit Hilfe eines 29 Jahre alten Zeugen gelang es dem 32-Jährigen, zurück auf den Bahnsteig zu klettern. Er erlitt zwei Platzwunden im Gesicht, die von Rettungskräften vor Ort behandelt wurden. Ein weiterer Begleiter im Alter von 21 Jahren erlitt ebenfalls eine leichte Gesichtsverletzung.

Flaschen auf Fahrgäste geworfen und BVG-Busfahrer verletzt: Drei junge Männer haben am Sonnabend in Adlershof einen Busfahrer der BVG angegriffen und leicht verletzt. Wie die Polizei mitteilte, erreichte der Bus der Linie 260 gegen 18.50 Uhr die Endhaltestelle am S-Bahnhof Adlershof. Beim Verlassen des Busses warfen die drei jungen Männer im Alter von 16, 19 und 21 Jahren Bierflaschen auf Fahrgäste, ohne jemanden zu treffen. Der 48 Jahre alte Busfahrer räumte die Flaschen über die hintere Tür weg und schimpfte dabei über das Verhalten der Gruppe. Daraufhin gingen zwei Männer der Gruppe zum Busfahrer und zettelten einen Streit an. Einer der beiden Männer stieß mit seinem Kopf gegen den Kopf des BVG-Mitarbeiters und verletzte ihn leicht. Anschließend gingen die beiden am Bus entlang zur Heckscheibe, wo einer mit einer Bierflasche gegen die Scheibe schlug und sie beschädigte. Das Trio flüchtete danach in Richtung Straßenbahnwendeschleife - direkt in die Arme von bereits alarmierten Polizisten. Eine Überprüfung der jungen Männer ergab, dass der 19-Jährige mit Haftbefehl gesucht wurde. Bei der Festnahme trat er gegen die Beamten und beleidigte sie. Er wurde noch am Ort verhaftet und in eine Gefangenensammelstelle gebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt nun gegen das Trio wegen einfacher und gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte.

Polizisten bei Einsatz verletzt: Zwei Polizisten sind am Sonnabend bei einem Einsatz in Neukölln verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war es am Hermannplatz gegen 21.20 Uhr zum Streit zwischen einer zehn- und einer 15-köpfigen Gruppe gekommen. Beamte gingen dazwischen und trennten die Gruppen. Kurz darauf löste sich einer der Beteiligten, ein 23-jähriger Mann, zusammen mit zwei Begleitern von seiner Gruppe, lief auf die Straße und riss die Beifahrertür eines bei Rot haltenden Kleintransporters auf. Der Mann brüllte und gestikulierte wild in den Wagen hinein und hinderte den Fahrer an der Weiterfahrt. Die Polizisten überprüften nun den Mann, der den Beamten zunächst drohte, sie mit einer Flasche zu bewerfen. Um eine Überprüfung zu vermeiden, soll der 23-Jährige dann nach den Polizisten geschlagen haben, so dass er zu Boden gebracht und gefesselt werden musste. Bei dem Vorfall verletzten sich zwei Polizisten, die ihren Dienst jedoch fortsetzten. Während der Fahrt zur Dienststelle soll er ein Polizeifahrzeug beschädigt und die Polizisten beleidigt haben. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung kam der 23-Jährige wieder auf freien Fuß. Die Polizisten leiteten Strafermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs, des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Widerstandes gegen Polizeibeamte und Sachbeschädigung sowie Beleidigung ein. Seine beiden Begleiter konnten unerkannt entkommen.

Unbekannte schlagen mit Baseballschläger auf 19-Jährigen ein: Ein 19-Jähriger ist in der Nacht zu Sonntag in Tempelhof von Unbekannten mit einem Baseballschläger verprügelt worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Angriff kurz nach Mitternacht an der Straße Bäumerplan Ecke Loewenhardtdamm. Der 19-Jährige wurde dabei aus einer Gruppe von etwa fünf Personen attackiert. Einer der Täter schlug ihn mit dem Baseballschläger auf den Hinterkopf. Der junge Mann ging zu Boden und erlitt von den Schlägern mehrere Tritte gegen den Oberkörper. Der 19-Jährige konnte sich kurz darauf von der Gruppe befreien und flüchten. Den Tätern gelang es, noch vor Eintreffen der Polizisten zu flüchten. Später stellte sich heraus, dass dem jungen Mann das Handy gestohlen wurde, das er beim Sturz verloren hatte. Ein Kommissariat ermittelt und prüft, ob die Tat mit einem weiteren Übergriff in Zusammenhang steht, der gegen 23 Uhr am Platz der Luftbrücke stattfand. Hier wurde ein 22-Jähriger von zwei maskierten Männern mit einem Baseballschläger sowie Reizgas attackiert und leicht verletzt.

Erst Süßigkeiten geklaut, dann Ladendetektiv gebissen: Ein mutmaßlicher Räuber hat am Sonnabend in Moabit einem Ladendetektiv in den Oberschenkel gebissen. Der 38 Jahre alte Mitarbeiter eines Geschäfts in der Stephanstraße ertappte den 26-Jährigen gegen 20 Uhr dabei, wie er sich Süßigkeiten aus einem Regal nahm und das Geschäft verließ, ohne die Ware zu bezahlen. Vor dem Laden stellte der 38-Jährige den mutmaßlichen Dieb und bat ihn, mit ins Büro zu kommen. Der 26-Jährige weigerte sich. Bei einer Rangelei soll der Tatverdächtige dem Mitarbeiter mit dem Arm gegen den Hals gedrückt und ihm danach in den Oberschenkel gebissen haben. Mit Unterstützung weiterer Mitarbeiter des Geschäfts gelang es dem Detektiv, den mutmaßlichen Räuber an der Flucht zu hindern und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Er kam wegen der Bisswunde zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Mit Messer gedroht und "Sieg Heil" gerufen - Festnahme: Polizisten haben am Sonnabend einen 34-Jährigen festgenommen, der am U-Bahnhof Neukölln zunächst Musik einer verbotenen Musikgruppe abspielte, dann einen 36-Jährigen mit einem Messer bedrohte und schließlich mehrmals "Sieg Heil" rief. Wie die Polizei mitteilte, kam es gegen 22.20 Uhr zu dem Vorfall auf dem Bahnsteig des U-Bahnhofs. Anschließend flüchtete er in Richtung Neuköllner Tor. Polizisten konnten den Mann später in einem nahegelegenen Wohnheim ermitteln. Der 34-Jährige wurde zur Durchführung einer Blutentnahme in eine Gefangenensammelstelle gebracht, aus welcher er nach deren Beendigung wieder entlassen wurde. Gegen ihn wird nun wegen des Verdachts der Volksverhetzung, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Bedrohung ermittelt.

Verkehrsmeldungen

S41/S42: Bis Montag, 1.30 Uhr, SEV zwischen Westend und Gesundbrunnen.

Staustellen

Gesamte Innenstadt: Wegen eines Motorradkorsos kann es zwischen 9 Uhr und 13 Uhr zu kurzzeitigen Behinderungen im Bereich Tempelhof, Neukölln, Treptow, Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Mitte kommen.

Charlottenburg/Tiergarten: Wegen einer Laufveranstaltung wird der Spandauer Damm zwischen Kaiser-Friedrich- und Schloßstraße von ca. 9 Uhr bis ca. 13.30 Uhr für den gesamten Fahrzeugverkehr gesperrt. Die Sperrung der Laufstrecke erfolgt jeweils 30 Minuten vor den ersten Läufern. Gleich nach dem Durchgang des Lauffeldes wird die Sperrung wieder aufgehoben.

Friedrichshain: Ab ca. 12 Uhr wird aufgrund einer Sportveranstaltung in der Mercedes-Benz Arena (Beginn 14 Uhr) erhöhtes Verkehrsaufkommen im Bereich der Mühlenstraße, Warschauer Straße, Oberbaumbrücke und Stralauer Allee erwartet.

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