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Fahrer der #BVG  beleidigt wohl afrikanische Frauen in Trachten

Ein Zug der Linie U7 (Archivbild)
Ein Zug der Linie U7 (Archivbild)
Foto: dpa Picture-Alliance / Maurizio Gambarini / picture alliance / dpa
Der Fahrer einer U7 soll Afrikanerinnen verbal über Lautsprecher wegen ihrer Trachten angegriffen haben. Der Fahrer bestreitet dies.

Es ist nicht das beste Timing für die BVG. Gerade erst hat das Verkehrsunternehmen mit einer Serie von Tweets Schlagzeilen gemacht, in denen sie einen AfD-Politiker mit dessen vermeintlichen Rassismus konfrontiert, was ihr im Netz viele positive Reaktionen einbrachte.

Nun aber steht plötzlich die BVG selbst am Pranger, genauer gesagt ein Mitarbeiter. Am Sonntag hat ein Fahrgast auf Facebook schwere Anschuldigungen gegen einen Mitarbeiter erhoben. Der Fahrer einer U7 habe mehrere afrikanische Frauen über den Lautsprecher der U-Bahn beleidigt. „Er sagte: ‚Ist heute Afrikas Mutter Tag oder was‘, weil sie ihre Trachten getragen haben und versuchten, mit ein Kinderwagen reinzukommen“, schreibt die Frau in einem Beitrag auf ihrer Facebook-Seite. Dazu postete sie das Foto der Wagennummer, damit die BVG den Fahrer ermitteln kann. „Sollten Sie keine Maßnahmen ergreifen erfolgt eine Anzeige wegen Beleidigung“, ergänzte sie noch.

Der Berliner Morgenpost bestätigte die Frau den Vorfall, der in Spandau stattgefunden haben soll.

„Was hätte ich tun sollen?“, sagte sie auf Anfrage. „Weiter meinen Weg gehen ohne etwas zu sagen?“ Andere Fahrgäste hätten ihr von ähnlichen Vorfällen berichtet. Ein Mann habe ihr gesagt, für Spandau sei das normal, er habe so etwas öfter erlebt.

Die afrikanischen Damen hätten den Vorfall zunächst nicht mitbekommen, da sie nur Englisch verstünden. Sie habe ihnen davon erzählt und versprochen, sich darum zu kümmern. Bereits am späten Montagabend bekam der Facebook-Post knapp 1000 Likes, 300 Leute teilten ihn.

Update (2. Mai 2017): Der Verkehrsbetrieb kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an. Diese ist mittlerweile erfolgt. Auf Anfrage teilte die BVG mit, dass es keine Hinweise auf ein Fehlverhalten des Mannes gäbe.

Dieser hatte ausgesagt, angesichts einer Gruppe von mindestens 20 Personen in entsprechender Bekleidung einen freundlichen Kommentar gemacht zu haben. Er könne sich nicht erklären, wie dieser negativ aufgefasst werden könne. "Ich habe keinen grund, an den Worten meines Kollegen zu zweifeln", sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz.

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