Berlin-Mitte

Frau am #Alexanderplatz  zusammengeschlagen

Alexanderplatz bei Nacht
Alexanderplatz bei Nacht
Foto: Paul Zinken / dpa
Was wir bereits wissen
Eine Frau ist am frühen Morgen am Alexanderplatz in Mitte angegriffen und schwer verletzt worden. Von den Tätern fehlt jede Spur.

Erneut wurde der Alexanderplatz in Mitte Tatort eines brutalen Verbrechens. Am frühen Sonntagmorgen haben offenbar zwei unbekannte Männer eine Frau angegriffen und schwer verletzt. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht. Von den beiden Tätern fehlt bislang jede Spur.

Gegen 4.50 Uhr wurde die Polizei zur Panoramastraße 1A am Fuße des Fernsehturms alarmiert. Gemeldet wurde eine schwere Körperverletzung. Wer die Polizei alarmiert hat, ist noch unklar. Am Tatort eingetroffen, fanden die Beamten eine 24-jährige Frau mit schweren Kopf- und Gesichtsverletzungen. Die Beamten alarmierten sofort die Feuerwehr.

„In der Leitzentrale ist der Anruf um 4.53 Uhr eingegangen“, sagte ein Mitarbeiter der Leitstelle der Berliner Morgenpost. „Wir wurden zur Panoramastraße 1A gerufen und haben einen Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug nach Mitte geschickt.“

Wie die Polizei nach ersten Ermittlungen mitteilte, soll die 24 Jahre alte Frau von zwei Männern angegriffen worden sein. Anschließend flüchteten die beiden Männer unerkannt. Rettungssanitäter brachten die Frau in das Virchow-Klinikum, wo sie stationär aufgenommen wurde. Die Besatzungen von zwei Streifenwagen und Kräfte der Bundespolizei suchten die Umgebung rund um den Tatort ab. Ohne Erfolg. Von den beiden Männern fehlt bislang jede Spur. Hinweise auf mögliche Zeugen fehlen bislang ebenfalls. Ob es Überwachungskameras am Tatort gibt, und diese möglicherweise auch die Straftat aufgezeichnet haben, sei derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen, heißt es.

Der Gesundheitszustand der Frau sei stabil, hieß es am Sonntag. Sie sei aber noch nicht vernehmungsfähig. Mit der Rekonstruktion des Tathergangs sowie der Ermittlung der Hintergründe der Tat ist die Kriminalpolizei der Direktion 3 befasst.

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Mann flüchtet vor aggressivem Mob in Kino

Der Alexanderplatz gilt als Kriminalitätsschwerpunkt. Immer wieder kommt es dort zu Gewaltvorfällen. Erst vor wenigen Tagen musste ein Mann vor einem aggressiven Mob in das Cinestar-Kino flüchten. Eine Gruppe von etwa 15 bis 20 Personen hatte vor mehr als einer Woche einen 40 Jahre alten Mann am S-Bahnhof Alexanderplatz bedrängt. Er flüchtete in Richtung des Kinos. Auf der Höhe einer Tramhalte-stelle soll er mit einer Flasche beworfen worden sein, die ihn aber nicht traf. Am Eingang des Kinos hielt ihn ein Angestellter auf. In diesem Moment soll ein Angreifer erneut mit einer Flasche nach ihm geworfen haben. Die Flasche zerschellte aber an der Fensterfront. Der 36 Jahre alte Mitarbeiter des Kinos und der Verfolgte flohen daraufhin in das Kino und versuchten, von innen die Tür zuzuhalten. Der Gruppe gelang es, kurz die Tür aufzureißen und nach Angaben der beiden Männer Reizgas in das Kino zu sprühen. Anschließend flüchtete die Gruppe in Richtung S-Bahnhof. Der 40-Jährige und der 36 Jahre alte Mitarbeiter des Kinos klagten über Atemwegsreizungen.

Die Polizei führt die hohe Zahl an Straftaten am Alexanderplatz darauf zurück, dass sich auf dem Platz und in der Umgebung ein Großteil der touristischen Hauptziele Berlins befindet. An diesen Orten hielten sich viele Menschen auf, die Opfer von Straftaten werden. Zahlreiche Geschäfte und Büros sowie der starke Publikumsverkehr auf dem Bahnhof Alexanderplatz würden „zusätzliche Tatgelegenheiten“, bieten, heißt es. Das subjektive Sicherheitsgefühl sei in den Abend- und Nachtstunden hier beeinträchtigt, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) der Berliner Morgenpost bei der Vorstellung der Pläne zur Errichtung einer mobilen Polizeiwache auf dem Alex.

Kombiwache am Alex soll 2017 eröffnet werden

Die rot-rot-grüne Koalition plant die Eröffnung einer Kombiwache noch in diesem Jahr. Dort sollen nach der Eröffnung Landespolizei, Bundespolizei und das Ordnungsamt des Bezirkes auf dem Alexanderplatz Präsenz zeigen. Erste Pläne für den Neubau stellten Innensenator Geisel und Polizeipräsident Klaus Kandt Ende Februar bei einem Ortstermin vor. Die neue „Alexwache“ soll neben dem Toilettenhäuschen mitten auf dem Platz in Sichtachse zum Roten Rathaus gebaut werden.

In dem ungefähr 70 Quadratmeter großen Pavillon-Bau werden je drei Beamte der Landespolizei in drei Schichten rund um die Uhr arbeiten. Temporär werden zusätzlich ein Arbeitsplatz von der Bundespolizei und einer vom Ordnungsamt Mitte besetzt. Die Mitarbeiter der Landespolizei kommen vom Polizeiabschnitt 32. Dieser wird mit insgesamt 20 zusätzlichen Polizisten verstärkt, kündigte der Innensenator an. Er versprach, dass die Beamten zusätzlich eingestellt werden. „Die neue Wache soll 24 Stunden und sieben Tage die Woche besetzt werden“, sagte Polizeidirektor René Behrendt . „Sie soll sichtbar und offen für die Bürger sein.“

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