Marodes Bad

#Reinickendorf  Öffnung des Strandbads Tegel ist höchst ungewiss

Vor allem bei Familien ist das Strandbad Tegel beliebt
Vor allem bei Familien ist das Strandbad Tegel beliebt
Foto: dpa
Die Genehmigung der Wasserbehörde ist 2016 ausgelaufen, aktuell gibt es kein Geld für die nötigen Erneuerungen der Abwasserleitungen.

Die Öffnung des Strandbads Tegel für die kommende Saison ist höchst ungewiss. „Alles, was man hätte tun können, auch mit der Unterstützung der Wasserbetriebe, hat man versäumt. Das ist dieses Jahr wahrscheinlich nicht mehr zu schaffen“, sagte der CDU-Abgeordnete Tim Zeelen am Dienstag. Zeelen hatte zusammen mit Stadtrat Tobias Dollase (parteilos, für CDU) vor wenigen Tagen den Chef der Berliner Bäder-Betriebe, Andreas Scholz-Fleischmann, getroffen.

Mit Scholz-Fleischmann ist man sich laut Dollase einig, dass der Schwebezustand für das Bad beendet werden muss. „Wir müssen das Problem angehen und schnellstmöglich eine Perspektive dafür schaffen“, so Dollase. Wie berichtet, hatte Staatssekretär Christian Gaebler (SPD) kürzlich im Sportausschuss gesagt, dass die letztmalig verlängerte Genehmigung der Wasserbehörde 2016 ausgelaufen sei und es aktuell kein Geld für die nötigen Erneuerungen der Abwasserleitungen gebe. Andere Projekte hätten Vorrang.

„Wir legen die Priorität auf die Sanierung von Schwimmhallen, sind im konkreten Fall aber offen für Vorschläge, die eine Weiternutzung des Strandbades ermöglichen. Denkbar ist eine Verpachtung. Voraussetzung für eine weitere Nutzung ist jedoch die Sanierung der technischen Infrastruktur“, sagte Martin Pallgen, der Sprecher von Sportsenator Andreas Geisel (SPD).

Kein Termin für Sitzung des Bäder-Betriebe-Aufsichtsrates

Zeelen hat die Hoffnung, dass das besonders bei Familien beliebte Sommerbad doch noch öffnen kann, noch nicht aufgegeben: „Zur Not könnte man Sanitärcontainer aufstellen. Die beanstandeten Rohre betreffen die Toilettenentsorgung und das Duschabwasser.“

Das Bad gehöre den Bäder-Betrieben, und sie hätten deshalb auch die Verpflichtung, es zu betreiben, meint Zeelen. Sollte es von einem Privaten gemanagt werden, müsse ein Vertrag mit Konditionen geschlossen werden, die es jedermann auch preislich ermöglichten, dort schwimmen zu können. Es gebe Sportvereine, die es pachten würden, sowie einen Reinickendorfer Unternehmer mit Kaufinteresse.

Der Aufsichtsrat soll über die Zukunft des Bades entscheiden, das 2016 von 13.275 Gästen besucht wurde (2015 waren es noch 21.650). Doch noch immer gibt es keinen Termin, wann er zum ersten Mal tagt. Sportsenator Geisel hat den Vorsitz, aber das Besetzungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Die Landesregierung müsse über die drei Mitglieder des Senats noch entscheiden, heißt es.

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