Reinickendorf

#Reinickendorf  Oranienburger Straße wird für drei Jahre eine Großbaustelle

Foto: Wolfram Steinberg / picture-alliance/ dpa
In Reinickendorf wird die Oranienburger Straße auf 2,4 Kilometern Länge saniert. Die Bauarbeiten sollen bis zu drei Jahre dauern.

Eine der wichtigen Ausfallstraßen im Norden Berlins wird für mehr als drei Jahre zur Baustelle. Die Oranienburger Straße in Reinickendorf wird zwischen Tessenowstraße und Wittenauer Straße grundlegend erneuert. Die Strecke ist 2,4 Kilometer lang. „Es ist eine Lebensader, die durch Reinickendorf führt“, sagte Baustadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) am Mittwoch bei einer Präsentation des Straßenbauvorhabens. Das Vorhaben sei seit vielen Jahren geplant. „Ziel ist, die Straße zu sanieren und in einen modernen Zustand zu bringen, etwa in Hinblick auf den Radverkehr. Wir wollen dabei den Verkehr flüssig halten, so wie es bisher der Fall ist.“

Die Arbeiten beginnen voraussichtlich Anfang April und dauern bis Mitte 2020. Auf dem nördlichen Abschnitt bis Wilhelmsruher Damm rollen täglich rund 20.000 Autos, Lkw und Busse, zwischen Wilhelmsruher Damm und Roedernallee sogar 25.000. Während der Sanierungszeit wird der Verkehr auf eine Spur pro Richtung eingeschränkt. Wenn auf der östlichen Straßenseite gebaut wird, fahren Autos auf der westlichen, und umgekehrt. Ein Nadelöhr gibt es auf der Strecke zwischen Wittenauer Straße und Göschenplatz. Dort wird nur Platz für eine Fahrspur sein. Deshalb ist eine Umleitung für stadteinwärts fahrende Autos über Hermsdorfer Straße, Cyclopstraße und Göschenplatz geplant.

Parkplätze am Straßenrand sollen erhalten bleiben

Parkplätze am Straßenrand bleiben weitgehend erhalten. „Um für Anwohner und Geschäftsleute die Situation nicht zu erschweren“, sagte Schultze-Berndt. Nur vor der Lübarser Straße entfallen 13 Stellplätze. Zugunsten der Stellplätze wird der Mittelstreifen schmaler. Dort wurden 80 Bäume gefällt, weitere 50 am Straßenrand. Ersatzpflanzungen sind vorgesehen.

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Die grundlegende Erneuerung sei erforderlich, sagte Andreas Franken von der M+O Berlin Ingenieurgesellschaft, die das Vorhaben betreut. Die Straße sei mehr als 50 Jahre alt, es gebe Risse in der Fahrbahn, Hohlräume hätten sich gebildet. 40.000 Quadratmeter alter Asphalt werden abgefräst. Dringenden Handlungsbedarf gebe es auch im unterirdischen Bereich, in dem Kabel und Leitungen verlaufen. Die gusseisernen Wasserrohre mit einem Meter Durchmesser sind etwa 100 Jahre alt. Die Berliner Wasserbetriebe werden Rohre und Kanäle sanieren. Auch Stromleitungen und Telekommunikationsanlagen werden erneuert. Bis in 3,50 Meter Tiefe reichen die Baugruben.

Das Vorhaben ist in insgesamt zehn Bauabschnitte aufgeteilt. Man werde gleichzeitig im Norden und im Süden beginnen, so Bauingenieur Franken. Die Baufirmen dürfen von Montag bis Freitag, jeweils von 7 bis 18 Uhr, arbeiten. Ergänzende Arbeiten sind am Sonnabend ist möglich. Die Gehwege sollen künftig mehr Platz für Fußgänger bieten. Je nach Straßenbreite werden Radwege auf dem Gehweg oder Schutzstreifen für Radler auf der Fahrbahn angelegt, jeweils 1,50 Meter breit. Der Mittelstreifen wird schmaler sein.

Für das Vorhaben stelle die Senatsfinanzverwaltung dem Bezirk zehn Millionen Euro zur Verfügung, so Stadträtin Schultze-Berndt. Es sei das größte Straßenbauprojekt in Reinickendorf.

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