Impfung empfohlen

Bezirksamt warnt vor Masernausbruch in #Reinickendorf 

Impfbuch mit markierten Feldern  Diphterie (l-r), Tetanus (Wundstarrkrampf), Pertussis (Keuchhusten), Polio und Masern
Impfbuch mit markierten Feldern Diphterie (l-r), Tetanus (Wundstarrkrampf), Pertussis (Keuchhusten), Polio und Masern
Foto: Daniel Karmann / dpa
Im Berliner Nordwesten grassieren die Masern. Besonders junge Erwachsene sind betroffen. Der Bezirk rät dringend zur Impfung.

Wie das Bezirksamt Reinickendorf am Dienstag mitteilte, sind im Bezirk seit Dezember acht Personen an den Masern erkrankt. Das Gesundheitsamt erwarte weitere Fälle in den kommenden Wochen. Besonders junge Erwachsene seien betroffen. Bislang gebe es vor allem Fälle im Märkischen Viertel, in Reinickendorf und Wittenau.

Gesundheitsstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) rief die Reinickendorfer auf, für den notwendigen Impfschutz zu sorgen. „Angesichts des neuerlichen Ausbruchs in Reinickendorf sollte man kein unnötiges Risiko eingehen und die notwendige Impfung gegen Masern jetzt vornehmen lassen“, erklärte Brockhausen. Das Bezirksamt warnte davor, die Infektionskrankheit zu unterschätzen. Vor zwei Jahren war ein kleiner Junge aus dem Bezirk an den Masern gestorben.

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt für alle nach 1970 Geborenen eine zweimalige Impfung gegen Masern in der Kindheit beziehungsweise eine Impfung im Erwachsenenalter. In der Regel erfolgt die erste Impfung zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat und die zweite folgt dann zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat. Wer als Kind nicht oder nur einmal geimpft wurde, kann dies auch noch im Jugend- bzw. Erwachsenenalter bei seinem Hausarzt nachholen.

Fragen und Antworten zum Thema Masern

Masern werden leicht über Tröpfchen beim Sprechen, Niesen oder Husten von Mensch zu Mensch weitergegeben. 14 Tagen nachdem man sich infiziert hat, tritt bei den Erkrankten ein maserntypischer rötlicher Hautausschlag, meist im Gesicht beginnend, auf. Einige Tage vor und nach dem Auftreten des Hautausschlages ist die Gefahr der Ansteckung für andere Personen an einem Masernerkrankten am größten. Wenige Tage zuvor kündigt sich die Masernerkrankung meist mit Fieber, Husten, Schnupfen und Bindehautentzündung der Augen (rote Augen) an.

Masernerkrankte dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schule und Kindertagesstätte nicht besuchen. Das gleiche gilt für ansteckungsverdächtige Geschwisterkinder oder andere Personen des nahen sozialen Umfeldes.

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