City West

Shopping: Gute Noten für #Kudamm  und Tauentzienstraße

Das KaDeWe am Tauentzien ist das Aushängeschild der City West
Das KaDeWe am Tauentzien ist das Aushängeschild der City West
Foto: ae / dpa-Zentralbild
Laut einer Studie gehören Kurfürstendamm und Tauentzienstraße bundesweit zu den besten Shoppingmeilen. Doch es gibt auch Probleme.

Die City West ist in und liegt als Einkaufsmeile im bundesweiten Vergleich weiterhin vorn. Innenstadtbesucher schätzen den Bereich entlang des Tauentziens und des Kurfürstendamms nach wie vor als Shopping-Ort und vergeben für dessen Attraktivität die Gesamtnote 2,0 – ein glattes „Gut“. Damit liegt die City West als gefragte Einkaufsmeile über dem Bundesdurchschnitt. Denn die Durchschnittsnote für die Innenstadtbereiche von 120 anderen deutschen Städten ist hingegen eine 2,7 – was nur einer „Drei plus“ entspricht. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten standortspezifischen Befragung, die das IFH Institut für Handelsforschung GmbH Köln, im Innenstadtbereich City West für die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin, die AG City und den Handelsverband Berlin-Brandenburg im September 2016 durchgeführt hat.

Bei Großstädten mit einer Einwohnerzahl von mehr als 500.000 beträgt die Durchschnittsnote immerhin 2,3. Am Dienstag wurde die Auswertung der Antworten von etwa 1000 befragten Passanten an den Standorten Tauentzien und Kurfürstendamm präsentiert. Die Ergebnisse der Befragung in den anderen Innen­stadtzentren wurden noch nicht veröffentlicht – das obliegt den jeweiligen Städten. „Berlins City West zählt zu den Top-Performern innerhalb der Studie ,Vitale Innenstädte 2016’“, sagte Markus Preißner. Der wissenschaftliche Leiter des IFH Instituts erläuterte, dass insbesondere die Attraktivität der Innenstadt von den Befragten sehr positiv bewertet wurde. Dabei waren vor allem die Punkte Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Ladenöffnungszeiten, Freizeitangebot und Gastronomie von Bedeutung für die City-West-Besucher. In all diesen Bereichen schneide Berlin besser ab als der Durchschnitt. Die City West, so Markus Preißner, habe eine Poleposition.

Weniger positiv beurteilten die Befragten hingegen die Parkmöglichkeiten in der Innenstadt. Dies müsse man jedoch, wie Uwe Timm von der AG City am Dienstag betonte, auch im Kontext der Berliner Verkehrspolitik sehen. Was die Beurteilung des allgemeinen Ambiente und Flairs der City West betrifft, ergab die Umfrage Defizite im Bereich Sauberkeit, Ausstattung der Innenstadt wie beispielsweise mit Sitzmöglichkeiten und in punkto Sicherheit. Andere Aspekte des Ambiente wurden aber auch von den Innenstadtbesuchern positiv gesehen, wie vor allem die Lebendigkeit in der City West.

Der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer, Christian Wiesenhütter, zeigte sich zufrieden. Der klassische Einkaufsbummel scheine demnach auch in Zeiten des Onlinehandels nicht an Attraktivität verloren zu haben, so Wiesenhütter.

Digitaler Service ist für den Einzelhandel von Bedeutung

Stichwort Digitalisierung: Laut IFH werden digitale Services von gut jedem zweiten Innenstadtbesucher positiv bewertet. Zwei von drei Befragten sei ein Zugriff auf ein kostenfreies Wlan in der Innenstadt wichtig. Aber auch die Möglichkeit, online schnell Informationen über die Geschäfte zu erhalten oder online bestellte Ware in den Läden in der Innenstadt direkt abholen zu können, ist mehr als jedem zweiten Befragten wichtig.

„Jeder fünfte Besucher der City West kauft verstärkt online, doch das sagt allein nichts darüber aus , wie viel seltener Kunden deshalb in die Innenstadt kommen“, sagte Markus Preißner. Insgesamt gehe die Kundenfrequenz in allen Innenstädten zurück. Für Wiesenhütter steht fest: „Der Einzelhandel wird nicht existieren, wenn wir nicht gleichzeitig den Onlinehandel haben.“ Diese Einschätzung teilt auch Günter Päts, Vize-Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg (HBB). Um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern, brauche es dringend ein flächendeckendes freies Wlan für Berlin sowie „eine Rechtssicherheit beim Ausschluss der Störerhaftung“.

Leichte Kritik an der Methodik der Untersuchung äußerte Christian Wiesenhütter jedoch auch. Er regte an, künftig bei Nachfolgeuntersuchungen, die standardisierten Fragebögen nicht nur in Deutsch, sondern auch in Englisch oder anderen Sprachen zu verfassen. Möglicherweise sei dadurch die Bewertung vieler City-West-Touristen aus dem Ausland nicht erfasst worden, was die Vergleichbarkeit vieler Werte mit anderen Städten infrage stelle. „Berlin ist eine andere Liga“, betonte Wiesenhütter.

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