Im Umspannwerk

#Mitte  Grand Scores: Preise für die Großen der Filmmusik

Lalo Schifrin wurde aus New York zugeschaltet
Lalo Schifrin wurde aus New York zugeschaltet
Foto: dpa Picture-Alliance / Christophe Ena / picture alliance / AP Photo
Lalo Schifrin wird bei der Verleihung der vierten Grand Scores im Umspannwerk am Alexanderplatz geehrt. Nach Berlin kam er aber nicht.

Als Lalo Schifrin 1966 den Titelsong zu „Mission: Impossible“ schrieb, war an Tom Cruise als Agent Ethan Hunt noch nicht zu denken. Der Hauptdarsteller hieß damals Steven Hill, und er spielte in einer Fernsehserie, die in Deutschland „Kobra, übernehmen Sie“ hieß. Unter anderem dafür, dass die einprägsame Melodie mit dem ungewöhnlichen 5/4-Takt – laut Schifrin nur tanzbar für Menschen mit fünf Beinen – noch heute zu den Klassikern der Filmmusik gehört, wurde der 84-Jährige am Donnerstagabend ausgezeichnet.

Zum vierten Mal hatten das Champagnerhaus Moët & Chandon und die European Composer & Songwriter Alliance (ECSA) zur Verleihung der Grand Scores geladen, um bei einer Award-Show mit anschließender Party die Besten der internationalen Filmmusik zu ehren. In vier Kategorien wurde der Preis in diesem Jahr im Umspannwerk am Alexanderplatz verliehen.

Lalo Schifrin, der wegen seines Alters auf den Flug von Los Angeles nach Berlin verzichtete, hatte bereits vorab als Gewinner des Preises für die „Outstanding Contribution“, den nachhaltigen Beitrag für die Filmmusik-Industrie, festgestanden. Der gebürtige Argentinier schrieb unter anderem die Musik für Filme wie „Dirty Harry“, „Der Exorzist“ und „Rush Hour“. Von 1987 bis 1992 war er musikalischer Leiter des philharmonischen Orchesters Paris. Er hat außerdem bedeutende Symphonieorchester dirigiert, unter anderem die Wiener Symphoniker und das London Philharmonic Orchestra. Schifrin wurde bisher mit zwei Grammys ausgezeichnet und sechs Mal für den Oscar nominiert.

Persönlich nahmen Gaute Storaas für die beste Filmmusik für ein Ensemble klassischer Instrumente, Sophia Ersson für die beste Filmmusik für elektronische oder akustische Instrumente, und Victor Reyes für die beste Musik für eine Serie, ihre Preise entgegen.

Dem Dresscode „Sparkling Glamour“ entsprechend hatten prominente Gäste wie Dennenesch Zoudé, Tobey Wilson, Nadine Warmuth und Bülent Sharif die Ausgehuniform aus dem Schrank geholt. Durch den Abend führte, mit Begleitung des Filmorchester Babelsberg, Moderatorin Janin Ullmann in einer Blumenkorsage der Berliner Designerin Marina Hoermanseder. „Die Musik ist für den Film, was das Prickeln für den Champagner ist“, fasste ECSA-Präsident Alfons Karabuda die beiden Protagonisten des Abends zusammen.

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