Schöneberg

Skater stirbt beim #BerlinMarathon 

Auch die Besatzung eines Rettungswagens konnte den Skater nicht mehr retten.
Auch die Besatzung eines Rettungswagens konnte den Skater nicht mehr retten.
Foto: Thomas Peise
Tödlicher Zwischenfall - ein Skater ist beim Marathon am Sonnabend zusammengebrochen und gestorben.

Ein tragischer Zwischenfall überschattet den Skater-Marathon in Berlin. Wie die Leitstelle der Feuerwehr sagte, war ein Skater bei Kilometer 34 in der Hohenstaufenstraße in Schöneberg zusammengebrochen. Passanten hätten sofort Erste Hilfe geleistet. Doch auch die Besatzung eines Rettungswagens konnte den Mann nicht wiederbeleben.

Über das Alter des Skaters wurde nur bekannt, dass er in der Klasse 50+ gestartet sei.

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Am Morgen hatten sich bei Sonnenschein die ersten Läufer an die Sechskilometer-Strecke des Frühstückslaufs gemacht. Ausgestattet mit Landes- und Stadtfahnen, bunten Trachten und Kostümen liefen die Teilnehmer vom Schloss Charlottenburg bis zum Olympiastadion.

Beim „Bambinilauf“ am Gleisdreieckpark sollte es eigentlich ähnlich entspannt zugehen. Die Idee der Veranstalter war es, Kinder im Alter bis zu zehn Jahren spielerisch an den Sport heranzuführen und deshalb keine Zeiten zu messen. Am Startpunkt gab es letzte Abschiedsküsse und Lauftipps der Eltern, bevor Marathonläuferin Uta Pippig und Maskottchen Fridolin Flink mit den Kindern Aufwärmübungen machten.

Nach Altersgruppen gestaffelt ging es an den Start. Kinder bis sechs Jahren liefen eine Runde von etwa 500 Metern, für die Sieben- bis Zehnjährigen waren es zwei Runden von etwa 1000 Metern. Trotz der Anweisung nicht zu drängeln, war der Ehrgeiz mancher Läufer so groß, dass sie schon losliefen, bevor die Startklappe geschlagen wurde.

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„Ungeduld lohnt sich nicht immer, mein Sohn startete in der Mitte und wurde trotzdem Erster“, sagte Hosny Nassar (49). Zwar ist Yassin Nassar (7) schon Berliner Meister im Ringen und kickt beim Fußballverein Viktoria Mitte. „Dass er gewinnt, haben wir heute aber nicht erwartet“, so seine Mutter Julia Schädle. Sein Vater, der vor dem Lauf noch die Beine seines Sohnes gedehnt hatte, sah das anders: „Ich wusste, dass er gewinnt. Das liegt in der Familie.“

Ein Stempel für das Sammelheft

Statt Platzierungen gab es für die jungen Sportler am Ende einen Stempel in ihr Sammelheft, das sie bei den insgesamt sieben Läufen der Bambini-Lauf­serie füllen können und am Ende des Jahres zur Teilnahme an einer Verlosung einschicken können.

Kinder über zehn Jahren konnten am „Mini-Marathon“ der Berliner Grund- und Oberschulen über 4,2195 Kilometer teilnehmen, der von der Potsdamer Straße zur Straße des 17. Juni führte. Beim „Kids Cup“ versuchten sich junge Skater auf Strecken von 500 Metern bis drei Kilometern auf der Marathon-Zielgerade nahe dem Brandenburger Tor. Insgesamt wurden mehr als 1500 Kinder bei dem Bambini-Lauf und dem „Kids Cup“ erwartet.

Inlineskater rasen durch Berlin

Zweieinhalb Stunden später gingen dann die Erwachsenen an den Start: Über 5000 Inlineskater rollten von der Straße des 17. Juni auf die Strecke über 42,195 Kilometer, die sie über Moabit, die Torstraße in Mitte, Neukölln, Kreuzberg, Schöneberg, Steglitz und Charlottenburg führte.

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Auf der 23.000 Quadratmeter großen historischen Industriefläche am Gleisdreieckpark fand zudem die Messe „Berlin Vital“ mit mehr als 210 Ausstellern aus dem In- und Ausland statt, die den Besuchern Produkte und Informationen über die Themen Bewegung, Funktionskleidung, Ernährung, Sportmedizin und Aktivtourismus bot. Einige der geschätzt 100.000 Messebesucher läuteten dort das Marathon-Wochenende mit einem kalten Bier auf den Liegestühlen im Außenbereich ein oder stärkten sich mit Hotdogs.

Thiyakshwa Sureshkunar (4) kam aus einem ganz anderen Grund. Sein Bild, das er in Indien für den 11. Malwettbewerb der Kinder anlässlich des Marathons einschickte, erhielt den dritten Platz. Seine Eltern reisten mit ihm 17 Stunden von Indien nach Berlin, um das Werk ihres Sohnes in der Ausstellung neben 580 weiteren Bildern aus 27 Ländern wie Bulgarien, Indien, China und Russland zu bewundern. Zu sehen waren Bilder, Collagen und dreidimensionale Arbeiten, die Sportler wie Schwimmer, Eiskunstläufer und Kletterer in Aktion zeigten. Ein Bild zierte der Spruch: „Wie langsam du auch läufst, du schlägst die, die zu Hause bleiben.“

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