Friedrichshain

Plakatierer von Pro Deutschland in #RigaerStraße  angegriffen

Polizeifahrzeug in der Rigaer Straße
Polizeifahrzeug in der Rigaer Straße
Foto: Steffen Pletl
Pro Deutschland-Anhänger wollten vor dem Haus Rigaer Straße 94 Plakate aufhängen. Die Aktion mündete in einen Polizeieinsatz.

Eine gewalttätige Auseinandersetzung zwischen Rechten und Linken hat an der Rigaer Straße einen größeren Einsatz der Polizei ausgelöst. Nach ersten Erkenntnissen wurden am frühen Montagnachmittag vier Angehörige der rechtspopulistischen Vereinigung „Pro Deutschland“ von Anwohnern angegriffen, als sie Wahlwerbung plakatieren wollten. Zugleich wurde den Aktivisten nach deren eigenen Angaben eine Leiter entwendet. Die Rechten alarmierten daraufhin per Notruf die Polizei, die angesichts ihrer Erfahrungen mit einigen radikalen Anwohnern der Straße vorsorglich mit einem Aufgebot von 30 Beamten anrückten. Nach Anzeigenaufnahme und Befragung der Angegriffenen, von denen einige leichte Verletzungen erlitten, wurde der Einsatz beendet, ohne dass es zu Zwischenfällen kam.

Dabei erschien der Vorfall nach ersten Meldungen weitaus bedrohlicher. Pro Deutschland veröffentlichte unmittelbar nach der Attacke eine Erklärung auf seiner Internetseite. Darin war nicht nur von Attacken linker Angreifer mit Baseballschlägern und Pfefferspray die Rede. Pro Deutschland wusste weiterhin zu berichten, die Angreifer seien aus dem Haus Rigaer 94 gekommen und die Polizei sammle gerade ein Großaufgebot, um das Haus zwecks Festnahme der Täter und Wiederbeschaffung der entwendeten Leiter zu stürmen.

Eine autonome Gruppe wiederum nahm den Vorfall zum Anlass, die vollständige Mitteilung der Rechten auf der linken Internetplattform „Indymedia“ zu veröffentlichen, ergänzt um die alarmierende Mitteilung, die Erstürmung des Hauses durch die Polizei stehe unmittelbar bevor. Sogar ein Hubschrauber sei im Einsatz, berichteten beide Seiten ausnahmsweise übereinstimmend. Auf Nachfragen bei der Polizei stellte sich dann allerdings heraus, dass der über Kreuzberg kreisende Hubschrauber für die Suche nach einer vermissten Person eingesetzt wurde.

Am späten Nachmittag teilte die Polizei dann mit, nach Aufnahme des Sachverhaltes habe der Staatsschutz die weiteren Ermittlungen übernommen. Die an der Rigaer Straße eingesetzten Kräfte würden zur Sicherheit zunächst am Tatort verbleiben. Bis zum Abend blieb es rund um das Haus Rigaer 94 allerdings ruhig.

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