WM-Qualifikation

Berlin Live  Wie viele Herthaner fahren zur WM 2018?

Herthas Karim Rekik hat bisher einmal für die Niederlande gespielt, 2014 gegen Frankreich, nun steht er wieder im Kader der Elftal
Herthas Karim Rekik hat bisher einmal für die Niederlande gespielt, 2014 gegen Frankreich, nun steht er wieder im Kader der Elftal
Foto: JEAN MARIE HERVIO / picture alliance / DPPI Media
Haraguchi hat das Ticket mit Japan sicher. Rekik, Duda, Kalou, Ibisevic und Plattenhardt hoffen noch

Berlin.  In den Länderspiel-Wochen, wenn viele Fußballer von Hertha BSC bei ihren Nationalteams sind und die Trainingsgruppe beim Bundesligisten übersichtlich daherkommt, hat Pal Dardai oft nur einen Wunsch. Den wiederholt er wie ein Mantra: „Wichtig ist, dass alle gesund zurückkommen“, sagt Herthas Trainer. 14 seiner Spieler sind dieser Tage international unterwegs.

Die Überschrift in den letzten Qualifikationsrunden heißt: Wie viele Herthaner lösen das Ticket zur WM 2018 in Russland? Genki Haraguchi hat mit Japan die Fahrkarte bereits gelöst. Marvin Plattenhardt ist im deutschen Aufgebot dabei, das aus den Spielen gegen Nordirland und Aserbaidschan nur noch einen Punkt benötigt.

Rekik spielt gegen Weißrussland und Schweden

Ondrej Duda (Slowakei) und Karim Rekik (Niederlande) wollen bei den Nationalmannschaften den positiven Schwung nutzen, den sie zuletzt bei Hertha aufgenommen haben. Rekik war dreieinhalb Jahre lang kein Thema bei der Nationalelf – bis er Anfang September erstmals wieder eingeladen wurde (aber nicht spielte). Nun, da für die Niederlande entscheidende Partien in der WM-Qualifikation anstehen, ist der 22-Jährige wieder im Kader. „Wir freuen uns für ihn, das ist eine tolle Bestätigung für seine Arbeit“, sagt Dardai.

Ob Rekik gegen Weißrussland am Sonnabend und Schweden am Dienstag zum Einsatz kommt, ist fraglich. Die Niederlande stehen als Tabellendritter in Gruppe A unter enormen Druck. Beide Spiele müssen gewonnen werden, um Platz zwei zu erreichen, der zur Teilnahme am Play-off im November berechtigt. Bei Hertha hat sich Rekik zuletzt unersetzlich gemacht. In der Nationalelf verfügt er aber kaum über Erfahrung. Ein Länderspiel hat er bisher absolviert, das war vor der WM in ­Brasilien 2014 gegen Frankreich.

Duda will Gruppenplatz zwei sichern

Unersetzlich ist Ondrej Duda in Berlin zwar noch nicht. Wohl aber nach langer Verletzungspause auf einem guten Weg. Gegen den FC Bayern (2:2) gelang dem 22-Jährigen sein erster Bundesliga-Treffer. Dardai sagt: „Ondrej hat unser Spiel belebt. Seine Fähigkeit des peripheren Sehens, des Räumeerkennens, hat so bei uns keiner. Jetzt ist es wichtig, dass er noch in der Torvorbereitung besser wird.“ Im Vergleich zu Rekik stehen die Chancen für Duda gut, dass er mit der Slowakei zumindest am Play-off zur WM teilnimmt. Platz eins geht wohl an England. Dahinter haben die Slowaken als Zweiter alles selbst in der Hand. In Schottland am Donnerstag kommt es zum Endspiel um Rang zwei. Holt Dudas Team dort einen Punkt, kann mit einem Sieg gegen Malta am Sonntag das Play-off gesichert werden.

Vedad Ibisevic rangelt mit Bosnien (14 Punkte) als Zweiter der Gruppe H mit Griechenland (13) um Platz zwei. Ibisevic trifft auf Belgien und Estland. In der Afrika-Gruppe C kämpft die Elfenbeinküste (7 Punkte) mit Marokko (6) und Gabun (5) um den Sieg. Die Ivorer treffen auf Mali und am 11. November auf Marokko.

Außenseiter Syrien fordert Leckie und Australien

Neben Haraguchi hat auch Mathew Leckie (Australien) anstrengende Reisen vor sich. Für Leckie stehen mit Australien gegen Syrien zwei Ausscheidungsspiele an. Das Hinspiel findet wegen des Bürgerkriegs in Syrien am Donnerstag in Malaysia statt, das Rückspiel Sonntag in Sydney.

Sollte sich Favorit Australien durchsetzen, steht eine letzte Play-off-Runde im November gegen den Fünften aus Südamerika an. Dardai drückt seinen Spielern die Daumen: „Es wäre schön, wenn wir bei der WM ­Spiele mit unseren Jungs schauen könnten“, sagt er. In erster Linie gelte aber vor ­allem eins: bitte nicht verletzen.

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