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Berlin Live  Anmeldung an Berliner Grundschulen startet

Schüler in einer Grundschule (Archivbild)
Schüler in einer Grundschule (Archivbild)
Foto: imago stock / imago/photothek
Was Eltern in Berlin jetzt wissen müssen – die wichtigsten Fragen und Antworten zur Anmeldug für die Grundschule.

Eltern können ihre schulpflichtigen Kinder ab dem heutigen Mittwoch bis zum 17. Oktober an der zuständigen Schule anmelden. Besondere Herausforderung in diesem Jahrgang: Zum Schuljahr 2018/19 geht die Senatsbildungsverwaltung von 33.200 Erstklässlern aus. Das sind etwa 1300 Kinder mehr als 2017. Und schon in diesem Jahr gab es in einigen Einschulungsbereichen Probleme, alle Schüler wohnortnah mit einem Schulplatz zu versorgen. Was Eltern vor der Anmeldung wissen sollten:

Welche Kinder werden schulpflichtig?

Alle Kinder, die zwischen 1. Oktober 2011 und 30. September 2012 geboren wurden, werden zum kommenden Schuljahr ab dem 1. August schulpflichtig. Einen Antrag auf vorzeitige Einschulung können Eltern stellen, wenn ihr Kind vom 1. Oktober bis 2. März 2018 seinen sechsten Geburtstag hat. Auch wer sein Kind noch ein Jahr länger in der Kita fördern lassen möchte, muss es an der Grundschule anmelden.

Wo müssen die Kinder angemeldet werden?

Die Anmeldung erfolgt immer in der vom Bezirksamt zugeteilten öffentlichen Grundschule, auch wenn die Eltern eine andere wünschen. In den meisten Fällen ist die zuständige Schule jene, die dem Wohnort am nächsten liegt. Allerdings mussten viele Bezirke die Einzugsgebiete der Schulen verändern, deshalb ist es nicht selbstverständlich, dass ein Kind der gleichen Schule zugewiesen wird, wie etwa das Nachbarskind. Schon wenn an einer Schule durch einen Ergänzungsbau zusätzliche Klassen aufgenommen werden, ändern sich oft auch die Einzugsgebiete der umliegenden Schulen. Welcher Schule das Kind zugeordnet ist, erfahren die Eltern in der Regel per Post vom Schulamt des Bezirks.

Kann ich eine andere Schule wählen?

Das ist grundsätzlich möglich. Der Antrag auf den Wechsel wird an der zugewiesenen Schule im Einzugsgebiet gestellt. Wenn es sich um eine andere öffentliche Schule handelt, muss der Antrag begründet werden. Gründe können zum Beispiel ein besonderes pädagogisches Konzept oder gewachsene persönliche Beziehungen zu anderen Kindern sein. Ein Grund kann auch sein, wenn die Betreuung des Kindes, zum Beispiel durch die Lage der gewünschten Schule in der Nähe des Arbeitsortes der Eltern, wesentlich erleichtert wäre. Der Wechsel-Antrag wird vom Schulamt genehmigt, wenn es genügend freie Plätze an der gewünschten Schule gibt. Vorrang haben Kinder, die im Einzugsgebiet wohnen. Sollte die Nachfrage größer sein als das Angebot, werden die Plätze nach Aufnahmekriterien vergeben oder verlost. Auch wer sein Kind an einer Privatschule anmeldet, sollte parallel die Anmeldung und den Wechselwunsch an der zuständigen Grundschule abgeben, damit es beim Schulamt regis­triert ist.

Was müssen Eltern zur Anmeldung mitbringen?

Die Geburtsurkunde des Kindes und die Personalpapiere der Eltern müssen vorgelegt werden. Wenn Mutter und Vater erziehungsberechtigt sind, müssen beide unterschreiben. Wenn nicht beide Eltern vor Ort sein können, kann man das Formular im Internet herunterladen und daheim unterschreiben. Bei der Anmeldung erhalten die Eltern auch den Termin für die schulärztliche Untersuchung. Sollten Eltern ihr Kind ein Jahr länger in der Kita lassen wollen, muss der Termin für die schulärztliche Untersuchung bis spätestens Februar 2018 statt finden.

Wie können Eltern ihr Kind von der Schulpflicht zurückstellen lassen?

Wenn das Kind besser noch ein Jahr länger in der Kita gefördert werden sollte, können die Eltern einen Antrag auf Rückstellung von der Schulpflicht um ein Jahr stellen. Die Kita muss den Antrag in einer Stellungnahme befürworten und ein Förderkonzept abgeben. Die Stellungnahme wird bei der Anmeldung des Kindes an der Grundschule mit abgegeben. Bei der Einschulungsuntersuchung gibt dann der Amtsarzt noch einmal seine Stellungnahme zum Entwicklungsstand des Kindes ab. In Zweifelsfällen kann noch ein schulpsychologisches Gutachten hinzugezogen werden. Bis spätestens April 2018 entscheidet die Schulaufsicht über den Antrag.

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