Basketball-EM

Berlin Live  Auf Schröder und Co. wartet Frankreich im Achtelfinale

Für Dennis Schröder (Mitte) gab es gegen die Litauer oft kein Durchkommen
Für Dennis Schröder (Mitte) gab es gegen die Litauer oft kein Durchkommen
Foto: Berney Ardov / dpa
Trotz des 72:89 zum Vorrundenabschluss gegen Medaillenkandidat Litauen geht das deutsche Team mit großen Hoffnungen ins Play-off.

Tel Aviv.  Schon Sekunden nach dem verpassten Gruppensieg steckten Dennis Schröder und seine Teamkollegen ihre Köpfe zusammen und schworen sich neu ein. Für die deutschen Basketballspieler hieß es nach dem 72:89 (43:47) bei der Europameisterschaft gegen Medaillenkandidat Litauen: abhaken, Wehwehchen pflegen und Tasche packen für den Flug nach Istanbul am Donnerstag um 9.20 Uhr.

Nach einer insgesamt erfolgreichen Vorrunde mit Platz zwei sind die Hoffnungen für die zweite Turnierhälfte in der türkischen Metropole trotz des Dämpfers im letzten Spiel in Tel Aviv groß. Gegner im Achtelfinale am Sonnabend (11.15 Uhr/telekomsport.de) ist Frankreich.

„Es ist schon mal ein guter Erfolg, dass wir als Zweiter nach Istanbul fahren“, sagte Schröder, „wir müssen uns jetzt gut erholen und dann bereit sein.“

Gegen die Franzosen ist noch eine Rechunung offen

Kapitän Robin Benzing betonte, dass sein Team nach einer Niederlage bei der EM-Generalprobe (79:85) in Berlin noch eine Rechnung mit den Franzosen offen habe: „Das ist ein nettes Los, und in Istanbul kann alles passieren. Jetzt müssen wir da sein.“ Bundestrainer Chris Fleming sprach von einer großen Herausforderung gegen den Champion von 2013 und EM-Dritten von 2015: „Aber wir sind gewachsen, müssen keine Angst haben und können selbstbewusst sein.“

Gegen Litauen war Spielmacher Schröder mit 26 Punkten auch im fünften Gruppenduell bester Werfer seiner Mannschaft, die bereits mit einem überzeugenden 61:55 am Dienstag gegen Italien den Einzug in die nächste Runde geschafft hatte. Auch Benzing (11) und Isaiah Hartenstein (10) punkteten zweistellig.

Der Gruppensieg wäre die Krönung einer bis dahin fast perfekten Vorrunde gewesen. Abgesehen vom letzten Viertel gegen Israel, als die Deutschen einen 16-Punkte-Vorsprung verspielten, lief es während der vollgepackten Woche in Israel besser als erwartet. So gut wie seit Dirk Nowitzkis Glanztagen nicht mehr. Und gerade das macht auch gegen die Franzosen Hoffnung.

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