Reizgas versprüht

Berlin Live  Gruppen geraten am Alexanderplatz in Streit: eine Festnahme

Berlin Alexanderplatz: Der U-Bahn-Eingang vor dem Brunnen der Völkerfreundschaft
Berlin Alexanderplatz: Der U-Bahn-Eingang vor dem Brunnen der Völkerfreundschaft
Foto: picture alliance / Arco Images
Am Alexanderplatz wurden ein 21-Jähriger und seine Begleiter von 20 Personen verbal attackiert. Ein 27-Jähriger wurde festgenommen.

Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen ist auf dem Alexanderplatz ein 21-jähriger Mann durch einen Messerstich verletzt worden. Ein 27 Jahre alter mutmaßlicher Täter wurde am Dienstagabend von der Polizei festgenommen.

Der 21-Jährige war nach eigenen Angaben mit Freunden unterwegs, als die Gruppe mit etwa 20 anderen jungen Leuten aneinandergeriet. Aus der zweiten Gruppe soll dann Reizgas gesprüht worden sein, außerdem wurde der 21-Jährige mit einem Messer am Arm verletzt. Die Gruppen trennten sich dann wieder. Der Verletzte rief die Polizei zu Hilfe und sagte, der Messerstecher befinde sich in der Nähe am Brunnen der Völkerfreundschaft. Die Polizisten forderten Verstärkung an und nahmen den Verdächtigen fest.

Auf dem Alexanderplatz kommt es immer wieder zu Schlägereien, Überfällen und Diebstählen. Von Donnerstag an soll daher die lange geplante Polizeiwache gebaut werden. Voraussichtlich im Dezember wollen Berliner Polizei, die Bundespolizei und Mitarbeiter des Ordnungsamtes dort gemeinsam ihre Arbeit beginnen. Die Wache soll rund um die Uhr besetzt sein. Die Polizei will so präsenter als bisher werden.

Die Kriminalität auf dem Alex und in der nahen Umgebung ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. 2008 gab es gut 4000 registrierte Straftaten, im vergangenen Jahr fast 8000, wie der Sender RBB kürzlich berichtete. Vor allem nahmen Ladendiebstähle und Taschendiebstähle zu. Bei den Gewalttaten war der Anstieg deutlich geringer. 2008 wurden 453 Körperverletzungen und Raubüberfälle gezählt. 2016 waren es 614.

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