Breitscheidplatz

Berlin Live  Mehr als eine Million Euro für Betroffene von Anschlag

Gedenken auf dem Breitscheidplatz
Gedenken auf dem Breitscheidplatz
Foto: Reto Klar
Fast alle Anträge auf eine Entschädigung seien bislang bewilligt worden, teilt der Opferbeauftragte Kurt Beck mit.

Mehr als eine Million Euro sind bislang für Betroffene und Hinterbliebene des Terroranschlags vom Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche bewilligt worden. Das geht aus einem am Donnerstag veröffentlichen Zwischenbericht des Opferbeauftragten Kurt Beck hervor.

Demnach haben bis zum 21. Juni 119 Menschen einen Antrag auf Entschädigung gestellt, 111 davon seien bereits bewilligt. Viele der Betroffenen seien psychisch traumatisiert, manche nicht mehr arbeitsfähig, hieß es. „Ich versuche, allen diesen Menschen im Rahmen meiner Möglichkeiten zu helfen“, erklärte Beck.

Insgesamt wurden 90 Verletzte und 29 Hinterbliebene kontaktiert

Der frühere Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz (1994-2013) spricht mit den Menschen und versucht, ihnen bei ihren Anliegen zu helfen. Besonders kritisiert worden sei, dass die Suche nach Angehörigen nach dem Anschlag sehr schwierig gewesen sei oder teilweise bis zu drei Tage vergingen, bis eine Todesnachricht mitgeteilt wurde, hieß es. Auf diese Kritikpunkte solle im Abschlussbericht im Herbst besonders Rücksicht genommen werden.

Bis zum 22. Juni seien etwa 90 Verletzte und 29 Hinterbliebene angeschrieben worden - 50 hätten sich bislang zurückgemeldet. Auch zu Verletzten und Hinterbliebenen im Ausland sowie den Besitzern der zerstörten Weihnachtsmarktbuden sei Kontakt aufgenommen worden.

Auf dem Weihnachtsmarkt hatte der Terrorist Anis Amri am 19. Dezember 2016 mit einem Lastwagen zwölf Menschen getötet und knapp hundert schwer verletzt. Amri wurde wenige Tage später bei einer Polizeikontrolle in Italien erschossen.

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