Pannen bei Air Berlin

Berlin Live  Flüge sind wieder zuverlässig und pünktlich - sagt der Chef

Läuft, sagt Thomas Winkelmann
Läuft, sagt Thomas Winkelmann
Foto: dpa
Nach vielen Pannen läuft es wieder für Air-Berlin-Chef Winckelmann. Einzig bei der Abfertigung in Tegel gebe es noch Probleme.

Flüge von Air Berlin sind nach Angaben von Unternehmenschef Thomas Winkelmann wieder zuverlässig und pünktlich unterwegs. „Wir können uns für die Probleme im April und Mai nur entschuldigen“, sagte der Manager am Mittwoch auf der Hauptversammlung der schwer angeschlagenen Fluggesellschaft in London. „Air Berlin ist wieder eine sichere, pünktliche und zuverlässige Fluggesellschaft.“ Seit dem 1. Juni sei der Flugplan stabil, die Pünktlichkeit wieder über 80 Prozent, Streichungen gebe es nur aus technischen Gründen.

Seit Ende März - dem Beginn des Sommerflugplans - waren bei Air Berlin immer wieder Verbindungen ausgefallen oder hatten mitunter große Verspätungen. Winkelmann räumte fehlerhafte Planung bei der Neuordnung des Netzes ein. Es habe teilweise an Flugzeugen und Kabinenpersonal gefehlt.

Inzwischen wurden Flüge an andere Airports verlagert oder auch ganz gestrichen. Auch der neue Bodenabfertiger in Berlin-Tegel arbeite nun stabiler - wenn auch noch nicht ideal.

Eine Insolvenz ist offenbar kein Thema: „An unserer Aussage vom April „Die Liquidität des Unternehmens ist gesichert" hat sich nichts geändert“, betonte Winkelmann. Die Voranfrage auf Prüfung einer Bürgschaft an die Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Berlin gehöre „zu unserer vorausschauenden Unternehmensführung“. „Wir loten alle Möglichkeiten aus - für alle Fälle“, erklärte Winkelmann.

Großaktionär Etihad hat der angeschlagenen Airline im April in einem „Letter of Support“ weitere Unterstützung für mindestens 18 Monate zugesagt. Darauf stützt sich Air Berlin. Die arabische Gesellschaft, die 29,2 Prozent der Anteile an den Berlinern besitzt, hält das Unternehmen seit Jahren mit Finanzspritzen in der Luft. Die Bürgschaftsanfrage habe auch nichts mit den jüngst geplatzten Verhandlungen zwischen Etihad und dem Tui-Konzern über eine gemeinsame Ferienfluggesellschaft der Air-Berlin-Tochter Niki mit Tuifly zu tun, sagte Winkelmann.

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