Verwaltung

Der #Senat  möbelt die Büros seiner Führungskräfte auf

Ein Elektriker bei der Arbeit (Archivbild)
Ein Elektriker bei der Arbeit (Archivbild)
Foto: dpa Picture-Alliance / CHROMORANGE / Dieter Möbus / picture alliance
Nach dem Regierungswechsel hat der Senat rund 250.000 Euro für Malerarbeiten, Teppiche und Tische in seinen Leitungsebenen ausgegeben.

Die neue rot-rot-grüne Landesregierung will in den kommenden Jahren Milliarden in die Infrastruktur der Stadt investieren. Kosten in sechsstelliger Höhe hat sie allerdings auch „in eigener Sache“ verursacht. Für Umbauarbeiten und Büroausstattung bei der Einrichtung der Leitungsbereiche in den neuen Senatsverwaltungen wurden rund 254.000 Euro fällig. Das geht aus der Antwort der Senatsfinanzverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des CDU-Abgeordneten Danny Freymark hervor.

So fielen am Dienstsitz von Innensenator Andreas Geisel (SPD) an der Klosterstraße in Mitte 76.000 Euro für Umbauten und 7000 Euro für Ausstattung an. Darunter sind knapp 25.000 Euro für Maler- und Lackierarbeiten und jeweils rund 10.000 Euro für neue Bodenbeläge und Transporte. In der von Katrin Lompscher (Linke) geleiteten Senatsverwaltung für Stadtentwicklung an der Württembergischen Straße in Wilmersdorf waren es insgesamt rund 60.000 Euro, davon entfielen 44.000 Euro auf den Bereich Umbauten. Auch dort bildeten Maler- und Lackierarbeiten sowie Bodenbeläge mit knapp 28.000 Euro den Löwenanteil.

Im künftigen Sitz der Wissenschaftsverwaltung an der Warschauer Straße wurde für 35.000 Euro renoviert. Sie gehört zum Amtsbereich des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD). Auf der Leitungsetage der Verkehrs- und Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos für Grüne) am Köllnischen Park in Mitte wurden für 26.000 Euro Büros mit Möbeln und IT-Technik ausgerüstet. Das sei vor allem der Aufteilung der ehemaligen Verwaltung für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt auf zwei Ressorts geschuldet, hieß es dazu. Der Rest verteilt sich auf mehrere andere Verwaltungen.

Verwaltungssprecher verteidigt die Ausgaben

Martin Pallgen, Sprecher der Senatsinnenverwaltung, verteidigt die dort getätigten Ausgaben. Mit Sabine Smentek, der Staatssekretärin für Informations- und Kommunikationstechnik, sei eine weitere Person in den Leitungsstab gekommen. Zum Team der Staatssekretärin gehöre eine Referentin und ein Sekretariat. Außerdem werde die Pressestelle erweitert, so Pallgen. Dort war in der vergangenen Legislaturperiode der Posten des Stellvertreters nicht besetzt.

Für all das seien Räume hergerichtet worden, die bislang nicht genutzt wurden. In anderen Büros der Leitungsebene seien mehr als zehn Jahre die Wände nicht gestrichen worden, erläuterte der Sprecher. Insgesamt hätten rund 20 Räume renoviert und teilweise mit neuem Bodenbelag versehen werden müssen. „Wir protzen hier nicht, es geht nur um den Mindeststandard an Büroausstattung“, erläuterte Pallgen. Eine gewisse Sparsamkeit zeigt sich auch beim Mobiliar. Für Senator Geisel wurde zwar nach Angaben der Verwaltung ein neuer Besprechungstisch angeschafft, der alte sei aber nicht etwa entsorgt worden. Er leistet nun bei Staatssekretärin Smentek weitere Dienste.

Die Sprecher anderer Verwaltungen äußerten sich ähnlich. Die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) wies Angaben als unzutreffend zurück, es seien Senatorenbüros vergrößert worden. Bei Umzügen würden in der Regel Renovierungsarbeiten vorgenommen, gemacht werde dann aber nur, was notwendig ist. Die BIM ist für diese Umbauarbeiten zuständig.

Kommentare einblenden
Bundestagswahl

Ohne Frauke Petry an der Spitze zerlegt sich die #AfD  selber

Frauke Petry ist Bundesvorsitzende der AfD.
Frauke Petry ist Bundesvorsitzende der AfD.
Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa
Nach dem Verzicht von Frauke Petry werden die Rechten in der AfD die Richtung vorgeben. Nun droht der Partei das Aus. Ein Kommentar.
Mehr lesen