Champions League

#ChampionsLeague  Cristiano Ronaldo zerstört Bayerns Traum

Cristiano Ronaldo (r.) jubelt mit seinem Teamkollegen Toni Kroos über seinen Treffer zum 1:2 im Viertelfinal-Hinspiel
Cristiano Ronaldo (r.) jubelt mit seinem Teamkollegen Toni Kroos über seinen Treffer zum 1:2 im Viertelfinal-Hinspiel
Foto: Andreas Gebert / dpa
Vidal verschießt den Elfmeter bei Münchner Führung, danach trifft der Superstar von Real Madrid doppelt und sorgt für Ernüchterung.

Die Bayern und ihre leidige Geschichte der Elfmeter in großen Champions-League-Heimspielen – es ist die Story von Pleiten, Pech und Pannen-Schüssen. Am Mittwochabend im Viertelfinal-Hinspiel gegen Real Madrid war es Arturo Vidal, der in der 45. Minute die große Chance auf das 2:0 in die Nordkurve ballerte. Von da an war das psychologische Momentum auf Seiten der Gäste. Cristiano Ronaldo führte die Seinen mit zwei Treffern zu einem 2:1-Triumph in München, drehte das Spiel. Die Bayern stehen damit vor dem Aus, das sechste Halbfinale hintereinander in der Königsklasse scheint plötzlich aussichtslos vor dem Rückspiel am kommenden Dienstag.

Ob dann wenigstens Robert Lewandowski wieder dabei ist? Der unersetzbare Mittelstürmer hatte sich nach seiner Schulterprellung doch nicht schmerzfrei zum Dienst melden können und war durch Thomas Müller im Sturmzentrum ersetzt worden. Müller blieb total blass, ohne Wirkung. Vorige Saison hatte dieser Müller im Halbfinal-Rückspiel gegen Reals Stadtrivalen Atlético Madrid einen Elfmeter verschossen – ebenfalls beim Stand von 1:0. Am Ende siegte Bayern zwar 2:1, Atlético kam jedoch dank ihres 1:0 vom Hinspiel und der Auswärtstor-Regelung ins Finale. Daran hatten die Bayern, ihr scheidender Trainer Pep Guardiola und vor allem Müller lange zu knabbern.

Gestern Abend hatte die „Bestia Negra“ in rot-weiß, das in der Vergangenheit stets Mensch gewordene Unheil für Real, leider Vorstellungspause, war nur in der ersten Halbzeit so richtig auf Sendung – bis zum verhängnisvollen Elfmeter-Fehlschuss, der das 2:0 und vielleicht sogar eine kleine Vorentscheidung bedeutet hätte. So aber kippte das Spiel, nach dem 1:1 durch Ronaldo (47.) und der Gelb-Roten Karte für Javi Martínez (61.) waren die Gäste überlegen.

Mit dem 2:1 in der 77. Minute machte Ronaldo den Deckel drauf, nun hat der Portugiese in fünf Spielen gegen Bayern sechs Tore gemacht. Ein Killer, diese „Bestia Cristiano“. Uli Hoeneß sollte damit Recht behalten. „Wenn man gegen Real, gegen eine der besten Mannschaften der Welt, keinen besonders guten Tag hat“, sprach der Präsident vor der Partie, „dann hat man keine Chance.“ So kam esdann.

Und ausgerechnet Arturo Vidal war der Anti-Held des Abends. „Es wäre ein Traum, die Champions League zu gewinnen, weil es der schwierigste Wettbewerb ist“, hatte Vidal betont. Dafür brannte der selbst ernannte Krieger und warf sein ganzes Körpergewicht in die Maß-Ecke von Thiago. Ein Tor der Wucht, ein Tor des Willens. Ein Treffer mit Köpfchen, dieses 1:0 nach 25 Minuten. Auch das 2:0 hätte der Chilene mit der Kampfhahn-Frisur machen können, doch er ballerte den von Franck Ribéry herausgeholten Handelfmeter weit übers Tor (45.). Zu viel Testosteron hat noch immer geschadet – auch im Fußball. „Der Elfmeter war nichts“, urteilte Lothar Matthäus bei Sky und spottete: „Ich habe gehört, der Ball ist jetzt am Bahnhof. Es war aber ausgleichende Gerechtigkeit, denn es war kein Strafstoß.“

Nach der Pause kam aus dem Nichts das 1:1 – und genau das ist ja die Stärke von Real, insbesondere von Ronaldo, der den einen Schritt schneller war als Javi Martínez und den Ball nach Carvajal-Flanke eindrückte (47.). Für Carlo Ancelotti und seine Bayern ein Schock. Das 2:1 war wohl der Todesstoß, auch wenn Manuel Neuer betonte: „Wir glauben noch an uns.“

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