Berlin-Mitte

#Mitte  Auf dem Mauerstreifen wird ein neues Quartier gebaut

So soll das „Quartier Luisenpark“ nach dem städtebaulichen Konzept des Büros brh Architekten aussehen
So soll das „Quartier Luisenpark“ nach dem städtebaulichen Konzept des Büros brh Architekten aussehen
Foto: formart/bloomimages
In Mitte entsteht der Luisenpark mit 548 Wohnungen. Um eine der letzten großen Brachen in Berlin war heftig gestritten worden.

Eine der letzten großen Brachen in Berlins Innenstadt wird zur Baustelle. Entlang der Stallschreiberstraße auf dem ehemaligen Mauerstreifen zwischen Mitte und Kreuzberg haben die Bauarbeiten für das „Quartier Luisenpark“ begonnen. Das teilte der Bauherr, die Formart GmbH & Co. KG mit. Insgesamt sollen 548 Miet- und Eigentumswohnungen sowie eine Kindertagesstätte entstehen. Die Fertigstellung des gesamten Quartiers ist für Ende 2019 vorgesehen.

Um das 19.000 Quadratmeter große bundeseigene Grundstück war im vergangenen Jahr heftig gestritten worden. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) hatte das Mauerareal trotz der Kritik der damaligen Oppositionsparteien Linke und Grüne im Bieterverfahren an den Meistbietenden, das Immobilienunternehmen Formart, verkauft. Die Essener Firma hatte die Brache schließlich für 29,1 Millionen Euro erworben.

Die Hoffnung, dass der Finanzausschuss des Bundesrats den umstrittenen Deal doch noch stoppt, zerschlug sich, weil noch nicht einmal der Berliner Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) sich in der Länderkammer gegen den Verkauf aussprach. Im Fall der Mauerbrache, argumentierte der Senator damals, gebe es keine grundsätzlichen Bedenken gegen den Deal, da der Investor wichtige Zugeständnisse gemacht habe.

So sollen von den 548 geplanten Wohnungen in Zusammenarbeit mit der kommunalen Howoge 139 Mietwohnungen, die überwiegend über die Wohnungsbauförderung des Landes Berlin finanziert sind, für Einstiegsmieten von 6,50 Euro je Quadratmeter (nettokalt) angeboten werden. Darüber hinaus errichtet Formart eine Kita. Nach der Fertigstellung wird die Howoge sowohl die Mietwohnungen als auch die Kita übernehmen. Und der ehemalige Grenzpostenweg wird ein öffentlicher Fuß- und Radweg.

„Unser Ziel ist es, attraktiven Wohnraum für die verschiedensten Lebensentwürfe in zentraler und urbaner Lage zu schaffen. Jede vierte Wohnung ist somit eine günstige Mietwohnung“, sagte Formart-Geschäftsführer Carsten Sellschopf anlässlich des Baustarts. Der Verkauf der Eigentumswohnungen (42 bis 109 Quadratmeter sowie Penthouse) hat begonnen. Die Preise starten bei 4900 Euro pro Quadratmeter.

Mehr zum Thema:

So wohnt man bald am Berliner Hauptbahnhof

Wohn-Atlas: Berlin jetzt auf Platz drei der teuersten Städte

Bewohner kämpfen in Reinickendorf gegen Modernisierung

„Tiny Houses“: Kollektiv baut 100-Euro-Wohnungen für Berlin

Kommentare einblenden
Kriminalität

#Blaulicht  Aufmerksame Nachbarin ertappt Dieb in #Mitte  und ruft Polizei

Ein Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens.
Ein Blaulicht auf dem Dach eines Polizeiwagens.
Foto: dpa
Die Frau hatte am Mittwoch durch den Türspion beobachtet, wie ein ihr unbekannter Mann aus der gegenüberliegenden Wohnung trat.
Mehr lesen