Hertha BSC

#Hertha  Auf Torunarigha kommt es in Gladbach an

Jordan Torunarigha (r.) von Hertha BSC
Jordan Torunarigha (r.) von Hertha BSC
Foto: City-Press / picture alliance / City-Press Gb
Herthas 19-jähriges Eigengewächs Jordan Torunarigha gibt in Mönchengladbach sein Startelfdebüt – und das auf ungewohnter Position.

Berlin.  Neulich wurde Jordan Torunarigha noch mal in Ruhe gelassen. Im Rummel um seinen Kollegen und Kumpel Maximilian Mittelstädt, der das Spiel gegen die TSG Hoffenheim (1:3) mit einem verschuldeten Handelfmeter und seiner Gelb-Roten-Karte in eine für Hertha ungute Richtung gelenkt hatte, stand Torunarigha eher am Rand. Obwohl er erstmals für die Berliner richtig zum Einsatz gekommen war.

Als Linksverteidiger im U20-Nationalteam

Nach Mittelstädts Herausstellung komplettierte Torunarigha eine eilig einberufene Dreierkette. Mit seiner Seelenruhe, der großgewachsenen Statur und einem guten linken Fuß provoziert der 19-Jährige teaminterne Vergleiche zu John Brooks. Nun kann er beweisen, dass er diesen standhält. Am Mittwoch rückt Torunarigha in Mönchengladbach (20 Uhr) vom Rand in den Mittelpunkt. Er ersetzt bei Hertha den gesperrten Mittelstädt, der selbst schon Vertreter war. Stammkraft Marvin Plattenhardt fällt wegen der Folgen einer Mittelohrentzündung weiterhin aus.

Somit wird Torunarigha zum Ersatz des Ersatzmannes. Trotz der fehlenden Erfahrung schreckt Trainer Pal Dardai davor nicht zurück. Auch dass Torunarigha eigentlich Innenverteidiger ist, macht dem Ungarn keine Sorgen. „Jordan wird den Raum zumachen“, sagt Dardai. Er weiß, dass der Neuling die Position des Linksverteidigers bereits in der Jugend und zuletzt auch bei der deutschen U20-Auswahl gespielt hat. Torunarigha zählt zum Vielversprechendsten, was die Hertha-Akademie zuletzt in Richtung Profikabine entsendet hat. Im Dezember unterschrieb er einen Zwei-Jahres-Vertrag.

Solide Leistung gegen Hoffenheim

Vier Monate später erlebt er in Gladbach nun seine Reifeprüfung. Torunarigha wird sein Startelfdebüt für Hertha geben, nachdem er gegen Ingolstadt im Februar eine Minute reinschnuppern und zuletzt gegen Hoffenheim 27 Minuten mitmischen durfte. Nun also wohl die volle Distanz. Die Gladbacher sind, auch wenn sie es als Tabellenzehnter regelmäßig zu verstecken wissen, eine der besten Kontermannschaften der Liga.

Dardai und Manager Michael Preetz glauben, dass Torunarigha bundesligataugliches Tempo gehen kann. Das braucht es nun. Problematisch werde es erst, wenn sich auch Torunarigha verletzen sollte, sagt Dardai schmunzelnd. Für diesen Fall wurde U23-Spieler Marcus Mlynikowski (24) in den Kader berufen – als Ersatzersatzersatzmann.

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