Prozess

#Brandenburg  Mann wegen KZ-Tattoos erneut vor Gericht

Der NPD-Politiker Marcel Zech wurde im Dezember wegen Volksverhetzung und Billigung von NS-Verbrechen zu sechs Monaten Haft verurteilt (Symbolbild).
Der NPD-Politiker Marcel Zech wurde im Dezember wegen Volksverhetzung und Billigung von NS-Verbrechen zu sechs Monaten Haft verurteilt (Symbolbild).
Foto: Arne Dedert / dpa
Ein NPD-Politiker hatte seine KZ-Tattoos im Schwimmbad gezeigt und bekam dafür eine Haftstrafe. Am Montag beginnt der Berufungsprozess.

Neuruppin.  Wegen eines im Schwimmbad öffentlich zur Schau gestellten KZ-Tattoos muss sich ein brandenburgischer NPD-Funktionär am Montag erneut vor Gericht verantworten. Der ursprünglich bereits für Ende August anberaumte Termin der Berufungsverhandlung vor dem Landgericht Neuruppin war wegen Terminproblemen verschoben worden.

Das Amtsgericht Oranienburg hatte Marcel Zech, der für die rechtsextreme NPD unter anderem im Kreistag Barnim sitzt, im Dezember 2015 wegen Volksverhetzung und Billigung von NS-Verbrechen zu sechs Monaten Haft verurteilt. Er hatte im November 2015 seine KZ-Tätowierungen öffentlich in einem Schwimmbad gezeigt. Die Haftstrafe war auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt worden (Az.: 18 Ds 356 Js 34867/15).

KZ Auschwitz-Birkenau auf dem Rücken

Sowohl Zech selbst als auch die Staatsanwaltschaft hatten Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts eingelegt. Die Rückentätowierungen zeigen die Silhouette des KZ Auschwitz-Birkenau und den Spruch „Jedem das Seine“ vom Eingang des KZ Buchenwald.

Zech ist im sächsischen Löbau in der Oberlausitz geboren und bereits wegen verschiedener Straftaten vorbestraft, darunter Körperverletzung, Amtsanmaßung und Fahren ohne Führerschein. Dafür wurde er zu Geldstrafen in unterschiedlicher Höhe verurteilt. (dpa)

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